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Bernard Reichel
* 03.08.1901 in Neuchâtel † 10.12.1992 in Lutry

Bernard Reichel entstammt einer Familie aus Schlesien und der Provence, die sich im 19. Jahrhundert in der französischen Schweiz niederlässt. lm 1901, wird Bernard Reichel geboren. Von klein auf bekommt er eine gute Allgemeinbildung, in der die Musik einen wichtigen Platz einnimmt. lm Laufe der Jahre erkennen sowohl seine Eltern wie auch gute Lehrer seine musikalischen Begabung und Berufung.

Charles Faller, Le Locle, Paul Benner, Neuenburg, Hermann Suter und Adolph Hamm, am Konservatorium Basel, unterrichten ihn in Klavier, Orgel und Komposition. Dann wird er begeisterter Schüler von Emile Jaques-Dalcroze in Genf. Daneben berät ihn der Organist William Montillet. Während eines einjährigen Aufenthaltes in Paris studiert er Komposition bei Ernst Lévy und lernt die grossen Komponisten jener Zeit kennen.

lm Jahre 1925 lässt er sich in Genf nieder, wo er in der Folge mehrere Anstellungen als Organist bekleidet, am Institut Jaques-Dalcroze unterrichtet und ein Freund von Frank Martin wird. Er unterrichtet ebenfalls Harmonielehre am Genfer Konservatorium. Sein besonderes Interesse gilt der Komposition. Nach Experimenten mit dem System der Dodekaphonie zieht er es vor, seine eigene musikalische Sprache zu entwickeln. Eine Sprache, die von jeder Doktrin frei ist. Man erkennt darin Einflüsse des Volksliedes, des traditionellen Kirchenchorals oder der mittelalterlichen Modi, die aber in Freiheit und in der Erweiterung des Tonalen gehandhabt werden.

Als Lausanner Bürger verbrachte Bernard Reichel die letzten Jahre seines Lebens im Waadtland, in Lutry. Im "Bibliothèque Universitaire de Lausanne" hat man Zugang zu seinem Werk. Orchesterstücke, Kammermusik, kirchliche und weltliche Kantaten, Werke für Orgel, Klavier, Cembalo und andere solistische Instrumente bilden die reiche Sammlung des musikalischen Erbes Bernard Reichels.
(Quelle: http://www.bernardreichel.ch/article.php3?id_article=2)

Direkt zur Webseite von Bernard Reichel.

Werke:

Suite

Willi Renggli
* 03.11.1929 † 17.11.2016


Jean Richafort
* 1480 † 1547

Jean Richafort (* um 1480; gest. 1547) war ein franko-flämischer Komponist der Renaissance.

Über das Leben Richaforts gibt es wenige biografische Quellen. Er wurde wahrscheinlich im Hennegau geboren und ist dort aufgewachsen. Er hat wohl mit Josquin Desprez studiert, wobei die Nachweise hierfür unklar sind. Richafort arbeitete als Chorleiter der Kathedrale von Mecheln von 1507 bis 1509, und an der Kirche St. Gilles in Brügge zwischen 1542 und 1547.
Er schrieb das Requiem für sechs Stimmen (Requiem in memoriam Josquin Des Prez, 1532), Messen, Motetten, ein Magnificat, zwei säkulare Motetten, und Chansons.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Richafort)

Werke:

2 Chansons für 5 Stimmen oder Instrumente
2 Chansons für vier Stimmen oder Instrumente
5 Chansons rustiques für 3 Stimmen oder Instrumente

Franz Xaver Richter
* 01.12.1709 in Holleschau (?) † 12.09.1789 in Straßburg

Franz Xaver Richter (1709-1789) wurde als Sohn des Soldaten Matthias Richter geboren, der im Dienst des Grafen Franz Anton von Rottal stand. Von 1722 bis 1727 besuchte er offenbar das Jesuitengymnasium von Ungarisch-Hradisch. Bis zu seinem Eintreten in die württembergische Hofkapelle 1736 sind keine biografischen Nachweise bekannt. Sein weiterer Weg führte ihn über Schlitz bei Fulda, Ettal und Kempten schließlich 1769 nach Straßburg. Dort übernahm er die Stelle des Domkapellmeisters am Straßburger Münster. Richter starb am 12. September 1789 in Straßburg.

Franz Xaver Richter komponierte vorwiegend Instrumentalmusik, darunter 30 Sinfonien. Stilistisch wird er den Wegbereitern der Mannheimer Schule zugeordnet. Als Theoretiker verfasste er ein Lehrwerk mit dem Titel „Harmonische Belehrungen“ (1761-1767).

Werke:

Sinfonia c-Moll

Pedro Rimonte
* 1565 † 30.11.1627

Wahrscheinlich geboren in Zaragoza. Rimonte war Kapellmeister an der dortigen Kathedrale. 1603 wirkte er als Leiter der KaM. am erzherzöglichen Hof in Brüssel und übte dieses Amt noch im Jahre 1611 aus, als in Brüssel die Trauerfeierlichkeiten für Königin Margarete von Spanien stattfanden.

Wahrscheinlich blieb er bis 1614 in Brüssel: in diesem Jahr erhielt er ein Geschenk von 1500 flandrischen Pfund, um nach Spanien zurückkehren zu können.

(Quelle: Querol, Miguel: Rimonte. In: Blume, Friedrich: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 11, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1952, Sp. 527)


Pedro Ruimonte (or Rimonte, Ruymonte) was a Spanish composer and musician who spent much of his career in the Low Countries.
He was born in Zaragoza, the son of Pedro Ruimonte and Gracia de Bolea y Latas, and was baptized in the Church of San Pablo in 1565. Pedro had three sisters, Justa, Gracia and Catalina. It is believed that he studied under Melchor Robledo, who gave public classes on music in La Seo, although he also could have studied with several other noted musicians who were in the city in the 16th century. Until his arrival in Brussels, nothing further is known of him.

It is believed that Ruimonte arrived in Brussels in 1599 as a young man in the choir of the retinue of Archduke Albert of Austria and the Princess Isabel Clara Eugenia, new governors of the Low Countries.
On August 17, 1601, he wrote to his sister, stating that he was maestro de música en la capilla de Sus Altezas Serenísimas (master of music in the chapel of His Majesty). In 1604 he announced himself on the title page of Missae sex as Maestro de la Capilla y de la Cámara de Sus Excelencias (maestro di capella and of the chamber of His Majesty). In 1614, the title page of Parnaso español de Madrigales y Villancicos reads Maestro de Música de la Cámara de los Serenísimos Príncipes Alberto y doña Isabel Clara Eugenia, Archiduques de Austria. It is probable that this difference in title is due to the arrival in 1605 of Géry de Ghersem, maestro of the Chapel Real of the Court of Madrid, who was to take charge of the chapel at the Court of Brussels. However, existing records show that Ruimonte was paid more than Ghersem, a measure of the esteem in which the Archduke held him.
As head of the musicians of the ducal court, aside from overseeing the boy singers, he had under his charge organists and composers of great stature, including the English Peter Philips and John Bull (then organist at the cathedral of Antwerp), and the Flemish Peeter Cornet and Philippe van der Meulen.

During his time in Belgium, he published works through the publisher Pierre Phalèse.
The first was Missae Sex IV. V. et VI. Vocum, published in 1604, and consisted of six masses which display the full range of musical forms and styles of the era. Among the works are parody masses of works of Palestrina and Guerrero.
In 1607 he published Cantiones sex vocum. The collection contains four 4-voice motets for Advent and six more 5 and 6-voice pieces for Lent, an antiphon, Salve Regina for 5 voices, a psalm, De profundis, for 7 voices, and Lamentations for six voices for Holy Week. Except for the lamentations, which are preserved in the Colegiata de Albarracín, the rest has been lost. His most important work is the Parnaso español de Madrigales y Villancicos a cuatro, cinco y seis, published in 1614. It consists of nine madrigals in Castilian for 4, 5, and 6 voices and twelve villancicos for 5 and 6 voices. He returned to Zaragoza in 1614 and worked as a teacher. Among his students were Diego Pontac, and among his friends were Sebastián Aguilera de Heredia. He lived in the city until his death, living with his Catalan wife, the rich widow of Martín de Villanueva, a merchant and dyer.
(Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Pedro_Ruimonte)

Werke:

Amar y no padecer für 5 Stimmen oder Instrumente

Christa Roelcke
* 24.12.1929 in Axien † 01.07.2018 in Braunschweig

Christa Roelcke, geb. Könnecke, wurde am 24. Dezember 1929 im Pfarrhaus eines sächsischen Elbdorfes geboren. In ihrer Familie spielte seit Generationen die Musik eine zentrale Rolle. Der Vater war ein gesuchter Klavierbegleiter, die Mutter sang, und die drei Kinder wuchsen notenlesend und mehrstimmig singend auf.

Christa Roelckes musikalische Begabung zeigte sich u. a. als sie im Alter von sieben Jahren ohne jede Vorschulung fehlerfrei vom Blatt singen konnte. Mit acht Jahren erhielt sie den ersten Klavierunterricht, mit zwölf Jahren begann sie Geige zu spielen; die eigentliche musikalische Ausbildung entfiel jedoch zunächst infolge des 2. Weltkrieges: kein Musikunterricht in der Schule, keine Instrumentallehrer, nach der Flucht aus Schlesien schwierige Wohnverhältnisse, Geldmangel, keine Instrumente, stattdessen Kühe melken und schwere Feldarbeit für den täglichen Lebensunterhalt.
So ergab sich erst spät die Möglichkeit zum Streichquartett- und Orchesterspiel. Dem setzte jedoch ein Rückenleiden ein Ende; Geige und Bratsche mussten beiseite gelegt werden, und die Blockflöte wurde zum Hauptinstrument.
Christa Roelcke wurde Lehrerin, heiratete und ließ sich mit Mann und Kindern in Braunschweig nieder.

Schon in Zeiten des materiellen Mangels hatte sie begonnen, eigene kleine Werke zu schreiben und Arrangements für das Zusammenspiel abzufassen. Diese Tätigkeit erhielt neue Bedeutung, als die eigenen drei Kinder sowie Instrumentalschüler Noten beötigten: leicht genug, aber anregend.
Aus dem intensiven Studium der Standardwerke zur Barockmusik erwuchs dann auch Unterrichtsliteratur zu Themen wie „Verzierung“ oder „Interpretation“; eigenes Üben führte zu kammermusikalischer und solistischer Betätigung.
Es folgte der Ruf zur Gründung eines Kammerorchesters, sowie eines großen Blockflötenensembles, das über die regionalen Grenzen hinaus Beachtung fand. Mit dem Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen beider Gruppen beendete sie 2010 mit 80 Jahren ihre Leitungstätigkeit.

Werke:

Die Katze tritt die Treppe krumm. Zungenbrecher, Geschichten zum Weiterdichten und andere Lieder für Kinderstimmen und Klavier
Frischer Wind. Internationale Folklore für zwei Sopranblockflöten
Im Garten blüht Salbei. 25 Ungarische Volkslieder in leichten Sätzen für 2 oder 3 Violinen, Blockflöten oder/und Stabspiel oder andere Instrumente
Kirschblüten. 24 Lieder und Tänze aus dem Fernen Osten für 2 Sopranblockflöten
Pan 771, 772, 773 komplett.
Roter Mohn. Für 2-3 Violinen, Sopranblockflöten oder andere Melodie-Instrumente, Git. ad lib.
Spielt, ihr Musikanten. Für 2-3 Violinen und Sopranblockflöten
Weihnachtsliederalbum für Konrad und Alwin
Will ein lustig Liedchen bringen. Für 2-3 Violinen, Sopranblockflöten oder andere Melodie-Instrumente, Git. ad lib.
Wir künden Euch an!. Weihnachtslieder in 2-6stimmigen Sätzen für Blockflöten und/oder andere Instrumente ad lib.

Francesco Rognoni Taeggio
* 1570 in Mailand † 1626 in Mailand

Francesco Rognoni Taeggio (* nach 1570 in Mailand; † nach 1626 ebenda) war ein italienischer Komponist und Violinist.

Francesco Rognoni, Sohn des aus dem Val Talegggio stammenden Musikers Riccardo Rognoni, wirkte zunächst als Kapellmeister des Fürsten Francesco Filiberto von Masserano, ab 1613 war er in den Diensten des Regenten von Mailand und ab 1620 wurde er als Kapellmeister der Kirche S. Ambrogio erwähnt. Rognoni wurde von seinem Zeitgenossen, dem Schriftsteller Girolamo Borsieri, als ausgezeichneter Flötist und Geiger beschrieben.
Neben verschiedenen Messen, veröffentlichte Rognoni 1608 und 1624, je eine Sammlung mit polyphoner Musik, 1613 eine Sammlung mit Madrigalen. 1614 erschien sein Lehrwerk Aggiunta della scolaro di violino & altri stromenti (verschollen). Als Fortsetzung erschien 1620 sein heute bedeutendstes Werk, die Selva de varii passaggi, die sich eingehend mit der Gesangs- und Violintechnik sowie der Verzierungstechnik (Diminution) auseinandersetzt. Die Widmungen verschiedener Werke, verdeutlichen seine Beziehungen zum polnischen König Sigismund III. von Polen und zu Erzherzog Karl von Österreich.
Rognonis Schriften werden heute von der Musikwissenschaft im Dienste der historischen Aufführungspraxis erforscht.
Sein Vater Riccardo Rognoni gilt ebenfalls als Verfasser einer Diminutionslehre. Sein Bruder Giovanni Domenico Rognoni war als Priester, Organist und Kapellmeister tätig, unter anderem an S. Sepolcro und in der herzoglichen Kapelle.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Rognoni)

Werke:

2 Canzoni für 8 Instrumente (Stimmen) in 2 Chören
Cantate Domino für 8 Stimmen oder Instrumente in zwei Chören
Quemadmodum desiderat für 8 Stimmen oder Instrumente in zwei Chören
Tota pulchra es für acht Stimmen oder Instrumente in zwei Chören

Joseph Röösli
* 05.09.1935 in Schüpfheim (Kanton Luzern)

In Schüpfheim (Kanton Luzern) geboren. Nach der Volksschule von 1951-1952 Welschlandaufenthalt in Neuenburg. 1952-1957 Besuch des Lehrerseminars in Hitzkirch (Kanton Luzern). 1957-1960 Lehrer, Chorleiter und Organist in Hohenrain (Kanton Luzern), 1960-1962 in gleicher Funktion in Dagmersellen (Kanton Luzern).

Abgeschlossene Musikausbildung an der Schweiz. Kth. Kirchenmusikschule Luzern (heute Akademie für Schul- und Kirchenmusik). Weiterstudium am Konservatorium Luzern (Orgel bei Rudolf Sidler, Klavier bei Hubert Harry). Besuch und Abschluss des Schulmusikseminars am Konservatorium Zürich unter Willi Gohl. Studienaufenthalte in Salzburg und München. Seit 1962 Musiklehrer am Lehrerinnen- und Lehrerseminar Hitzkirch und Kirchenmusiker in der Pfarrei St. Pankratius Hitzkirch. 1963 Gründung und bis 1982 Leitung des Jugendchores Hitzkirch.
1966 Heirat mit Irma Fähndrich. Familie mit vier Kindern.
Seit 1970 Lehrer an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern und von 1973 bis 1979 Leiter der Abteilung Schulmusik.
1971 Mitbegründer der Musikschule Hitzkirch. 1972 Gründer des „Hitzkircher Konzert-Zyklus“. Seit 1977 Mitarbeiter und von 1980 bis 1995 Leiter des „Forum für Musik und Bewegung Lenk“. 1986 Mitbegründer der „Hitzkircher Orgelnacht“.
Leiter von Fortbildungskursen im In- und Ausland sowie Autor methodischdidaktischer Lehrmittel für den Musikunterricht. Komponist von geistlichen und weltlichen Werken. Wirkt als Konzertorganist, Cembalist und Liedbegleiter.
1995 Verleihung des „Kulturpreises der Innerschweiz“.
(Quelle: Schweizer Chorkomponisten, Edition Hug 11650)
(Bildquelle: Entlebucher und Emmentaler Musikarchiv)

Werke:

Alleluja für gemischten Chor, Querflöte, Pauken und Orgel
Alleluja für gemischten Chor, Querflöte, Pauken und Orgel
Die vier Jahreszeiten
Lenker Liederheft. Lied-Repertoire des Forums für Musik und Bewegung Lenk
Missa Mundi. Lobgesang der Welt (Chorpartitur)
Missa Mundi. Lobgesang der Welt (Paukenstimme)
Missa Mundi. Lobgesang der Welt. (Querflötenstimme)
Missa Mundi. Lobgesang der Welt. Lobgesang der Welt
Musik im Lied
Passion nach Johannes für 3 Solostimmen und gemischten Chor
Passion nach Johannes für 3 Solostimmen und gemischten Chor
Psalm 84. "Wie lieblich ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen!"
Psalm 84. "Wie lieblich ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen!"
Psalm 84. "Wie lieblich ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen!"
Schläft ein Lied in allen Dingen. Lieder, Kanons, Chorsätze (Radierungen von Irma Ineichen)
Tänze aus der Innerschweiz. Alte Tänze aus den Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern

Cipriano da Rore
† 1565 in Parma

Cyprian de Rore war ein flämischer Komponist der Renaissance.
Cyprian de Rore war von besonderer Bedeutung in der Geschichte des Madrigals. Seine Madrigale (seit 1542) stellen die erste Blütezeit dieser Kunstgattung dar und wurden wegweisend bis Claudio Monteverdi (1567–-1643).

Rore war Schüler von Adrian Willaert (* zwischen 1480 und 1490; gest. 1562) in Venedig. Hier war er Kapellsänger an der Markuskirche, bevor ihn Herzog Ercole II. d'Este 1553 an seinen Hof in Ferrara als Kapellmeister holte. 1558 zog es ihn zurück nach Antwerpen, und nach einem längeren Aufenthalt dort ging er 1561 als Hofkapellmeister nach Parma. Als Willaert 1563 starb, wurde Cyprian de Rore dessen Amtsnachfolger als Markuskapellmeister, ging aber schon 1564 wieder nach Parma.

Rore gehörte zur zweiten Generation der Madrigalisten. Sie bevorzugte den volleren Satz von fünf Stimmen. Rore hat zur Schärfung vor allem die Chromatik ausgebaut und damit die extreme Chromatik weitergebildet. Diese Ausbildung der Chromatik, die später Gioseffo Zarlino (1517–1590) noch intensivierte, ist zugleich ein Niederschlag der humanistisch-antikisierenden Tendenz als Nachahmung der Chromatik und Enharmonik der antiken griechischen Musik. Zu den bedeutenden Schülern de Rores zählt Giaches de Wert.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cyprian_de_Rore)

Werke:

O Sonno für 4 Stimmen oder Instrumente

Salomone Rossi
* 1570 † 1630

Salomone Rossi (* um 1570; gest. 1630) war ein italienischer Komponist des Frühbarock.
Salomone Rossi entstammte der alteingesessenen italienisch-jüdischen Familie der de Rossis (Me-Ha-Adumim), die ihre Ursprünge auf die Zeit des Exils unter Titus zurückführte. Als junger Mann machte er sich einen Namen als Violinist.

1587 wurde er unter Vincenzo I., anfangs als Sänger und Geiger, am Mantuaner Hof der Gonzagas angestellt, wo bereits seine Schwester Europa als Sängerin wirkte. Schnell stieg er zum Kapellmeister auf und trat durch instrumentale und vokale Kompositionen in Erscheinung. Rossi strebte zunächst dem großen Vorbild Claudio Monteverdi nach und veröffentlichte 1589 einen Band mit 19 dreistimmigen Canzonetten. Dabei handelt es sich um tanzartige Stücke zum Singen oder Spielen, ebenso wie Balletto und Villanella sehr viel weniger anspruchsvoll als das kunstvolle Madrigal. Die Stelle als Geiger behielt er bis 1622. Rossis Spuren verlieren sich nach 1628; man nimmt an, dass er bei der österreichischen Invasion während des Mantuanischen Erbfolgekrieges, den damit verbundenen antisemitischen Ausschreitungen oder den darauffolgenden Seuchen ums Leben kam.

Seine größten Erfolge erzielte Salomone Rossi mit seiner Instrumentalmusik. Zunächst veröffentlichte er 1607 und 1608 zwei Bände mit drei- und vierstimmigen Sinfonien und Gagliarden, kürzere, eher einfache, meist zweiteilig gebaute Stücke. Sein "Terzo Libro" (1613) und "Quarto Libro" (1622) enthalten dagegen bereits als "Sonata" bezeichnete Stücke, durch die Rossi als "Erfinder" der barocken Triosonate angesehen werden kann, also der Sonate in der klassischen Besetzung für zwei Melodieinstrumente (bei Rossi Violinen oder Zinken) und Basso continuo.
Durch seine Freundschaft mit Leone da Modena, der im Jahre 1605 durch einen rabbinischen Erlass mehrstimmige Chormusik in der Synagoge für zulässig erklärte, wurde er zu entsprechenden Kompositionen ermutigt. Im Jahre 1623 erschienen seine Lieder Salomos (Ha-Shirim Asher li-Shelomoh), die auch eine achtstimmige Vertonung von Adon Olam sowie zwei Versionen des Kaddischgebetes enthalten. Stilistisch gehören sie zur frühen Barockmusik, wobei chorale Psalmodie mit der Mehrchörigkeit von Andrea und Giovanni Gabrieli kombiniert wird. Diese Kompositionen waren zur Feier besonderer Sabbat- und Festtage in der Synagoge gedacht\semikolon siehe dazu auch Jüdische Musik.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Salomone_Rossi)

Werke:

2 Sonaten für 2 Sopraninstrumente und Bc.
3 Sinfonien für 2 Melodie-Instrumente und Basso continuo

Frencesco Rovigo
* 1530 † 07.10.1597 in Mantua

Während seiner Jugend wirkte Rovigo am Hof von Mantua unter Herzog Guglielmo Gonzaga. Am 1. Mai 1582 wurde er zum Hoforganisten in Graz mit einem Jahresgehalt von 25 Gulden ernannt. Offenbar hatte er auch Beziehungen zum bayrischen Hof; zahlreiche Schüler wurden aus München zu ihm geschickt. Er blieb bis wenigstens 1590 in Graz. Im folgenden Jahr wurde er als Komponist zu Herzog Voncenzo I. und als Organist an die herzogliche Kapelle Santa Barbara nach Manuta berufen. Er starb im Alter von 66 Jahren.

Rovigo wurde als Komponist von Monteverdi, der ihn in einem Brief den "eccelente sig. Franceschino" nennt, hoch geschätzt. Obwohl man sich seit dem Verlust seines einzigen Madrigalbuches kein Urteil über seine weltliche Musik bilden kann, zeigt sein Madrigal "Ardo si, ma non t'amo", dass er zu jener Gruppe Manutaner Komponisten gehörte, die einen neuen expressiven und dramatischen Stil entwickelten, und zwar in einer quasi-monodischen Schreibweise, wie sie vor allem Giaches de Wert bevorzugte.
Auch die Messen Rovigos zu 5 Stimmen stehen in Manutaner Tradition. In diesem Alternatim-Messen wechseln Choralpartien und dichtgewebte imitatorische Chortle. ab. Melodisch kommen sie Palestrinas Schreibweise nahe, dessen Alternatim-Messen für Santa Barbara vielleicht die Musiter für Rovigos Messen gewesen sind.
(Quelle: Arnold, Denis: Rovigo. In: Blume, Friedrich: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 11, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1952, Sp. 1021f)

Werke:

2 Canzoni da sonar für 4 Instrumente
7 Lieder aus dem Leopold-Codex (um 1500) für 3 - 4 Instrumente, wahlweise mit Tenor (textiert)

Fritz Ruch
* 1934 in St. Gallen

Fritz Ruch, 1934 in St.Gallen geboren, studierte in den Fünfzigerjahren Klavier bei Max Egger in Zürich und an der Ecole Normale de Musique in Paris, u.a. bei Alfred Cortot. Später folgten als Zusatzausbildung Orgelunterricht bei Erich Vollenwyder (Zürich) und Cembalo bei Edith Picht-Axenfeld (Freiburg i.Br.).

Neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer und Musikschulleiter wirkte er in verschiedenen Fachgremien mit und war Mitbegründer der schweizerischen Sektion der EPTA (European Piano Teachers Association). Mitwirkung an zahlreichen Konzerten, kammermusikalisch und solistisch (Klavier, Orgel und Cembalo), in der Ostschweiz und im benachbarten Ausland.

Werke:

Bertrand Roth. Das Leben und Wirken eines Liszt-Schülers

Frederik (Federigo) Rung
* 14.06.1854 † 22.01.1914

Frederik (Federigo) Rung (1854-1914), der Sohn von Henrik (Enrico, 1807-1871) schrieb Bühnenwerke, 2 Sinfonien, kleinere Orchesterstücke, Kammermusik, Choräle und Lieder, machte aber vor allem Karriere als Dirigent.

1871, im Todesjahr seines Vaters Henrik, komponierten sie zusammen eine Sammlung von 8 Duos (Originaltitel der Sammlung: „Duetti") für Mandoline und Gitarre. Die Kompositionen von Vater und Sohn wechseln sich hier ab, sind aber fortlaufend nummeriert. Die jeweilige Reihenfolge der Duette wurde in der vorliegenden Ausgabe beibehalten, nicht aber die Nummerierung. Die Schreibweise der Vornamen weicht auf dem Titelblatt des Manuskripts von der dänischen Schreibweise ab und wurde für diese Urtextausgabe beibehalten. Das Manuskript ist heute im Besitz der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen, und es ist ein wichtiges und interessantes Bindeglied in der Literatur für beide Instrumente. Obwohl die Werke 1871 komponiert wurden, zu der Zeit als sich das Tremolo zur Hauptspieltechnik der Mandoline entwickelte, wird kein Tremolo verlangt.

Werke:

Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre
Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre

Henrik (Enrico) Rung
* 30.03.1807 in Kopenhagen † 12.12.1871 in Kopenhagen

Henrik (Enrigo) Rung war ein begabter dänischer Komponist. Er komponierte Opern, Singspiele und Lieder.

1871, in Henrik Rungs Todesjahr, komponierten sie zusammen eine Sammlung von 8 Duos (Originaltitel der Sammlung: „Duetti") für Mandoline und Gitarre, wobei sich die Kompositionen von Vater und Sohn abwechseln und fortlaufend nummeriert sind. Die jeweilige Reihenfolge der Duette wurde in der vorliegenden Ausgabe beibehalten, nicht aber die Nummerierung. Die Schreibweise der Vornamen weicht auf dem Titelblatt des Manuskripts von der dänischen Schreibweise ab und wurde für diese Urtextausgabe beibehalten. Das Manuskript ist heute im Besitz der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen, und es ist ein wichtiges und interessantes Bindeglied in der Literatur für beide Instrumente. Obwohl die Werke 1871 komponiert wurden, zu der Zeit als sich das Tremolo zur Hauptspieltechnik der Mandoline entwickelte, wird kein Tremolo verlangt.

Werke:

Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre
Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre

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