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Giovanni Battista Sammartini

Giovanni Battista Sammartini (ca. 1701 bis 1775 ) stand in Mailand als Kirchenmusiker in hohem Ansehen.

Seine Musik wird in drei Werkgruppen gegliedert, die dem Barock, der Frühklassik und der Klassik zugeordnet werden. in der musikalischen Entwicklung dieser zeit fällt Sammartini eine führende Rolle zu.

Werke:

Sinfonia G-Dur

Bernard Sanders
* 1957 in DePere/Wisconsin, USA

Bernard Wayne Sanders ist 1957 in DePere, Wisconsin, USA geboren und aufgewachsen. Studien für Schulmusik (mit Hauptfach Klavier) und Orgel (mit Nebenfach Komposition) hatte er in den USA abgeschlossen, bevor er nach Deutschland kam. In Hamburg und Köln machte er dann sein Orgeldiplom und Prüfungen für Kirchenmusik.

Seine Tätigkeit als Komponist findet sowohl in internationalen Wettbewerben als auch durch Veröffentlichung in amerikanischen und deutschen Verlagen Anerkennung. Seine Werke wurden schon im Hessischen Rundfunk, Bayrischen Rundfunk und Wisconsin Public Radio gesendet und häufig ins „Pipe Dreams“ - Programm von American Public Media aufgenommen. Er ist hauptamtlicher Kirchenmusiker in den Gemeinden St. Gallus und Maria-Königin in Tuttlingen und Dekanatskirchenmusiker für das Dekanat Tuttlingen (Baden-Württemberg). 1996 wurde er von der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Bischöflicher Orgelsachverständiger beauftragt. Seit 2000 ist er Secretary des European Chapter der American Guild of Organists. An der Hochschule für Musik in Trossingen unterrichtet er seit 2012 das Fach „Orgelkunde“.

Werke:

Tanz-Suite

Pierre (Regnault) Sandrin
* 1490 † 1561

Sandrin erhielt seinen Beinamen nach der Hauptperson einer Farce vom Ende des 15. Jh., dem Flickschuster Sandrin, "qui ne respond que chansons". Es ist möglich, dass er selbst in seiner Jugend in Farcen aufgetreten ist, so wie kurz zuvor Jean Cornuel genannt Verjus und Georget de Brelles, die später Kirchenmusiker wurden.

Tatsächlich erscheint unter den "badins antiens", die in der Farce vom Taschenspieler zitiert werden, "Pierre Regnault, ce bon falot, qui chants de vires mectoyt sus".

1538 veröffentlichte Sandrin seine beiden ersten Chansons bei Attaignant. Im folgenden Jahr war er Dechant des Kapitels von St-Florent-de-Roye in der Picardie. 1543 erwähnt Claude Chappuys ihn in seinem Discours de la Court unter den Musikern, die der König bei der Messe im Schloss zu hören pflegte, und stellt ihn an die Seite von Sermisy als bereits bekannte Persönlichkeit.
Zur Zeit des Todes von Franz I. (1547) erscheint Sandrin in der Liste der Mitglieder der königlichen Kapelle mit dem Titel "composeur", den er wahrscheinlich als erster in Frankreich, vor Janequin, trug. Zwischen 1549 und 1560 war er "chantre ordinaire et chanoine de le Chapelle" sowie Inhaber verschiedener Pfründen: Pfarrer von Escanneville und St-Rémy-sur-Orne (Normandie), Probst von Rugny und Foufry (Diözese Soissons).
In der Zeit zwischen diesen beiden Daten erlaubte Heinrich II. ihm, nach Italien zu dem prunkliebenden Mäzen Ippolito d'Este, Kardinal in Ferrara, zu gehen, der 1549 als Nachf. Jean Du Bellays Vertreter Frankreichs in Rom geworden war; 1554 war Sandrin Kapellmeister des Kardinals. Im September 1560 hielt er sich in Paris auf und setzte dort vor erneuter Abreise nach Italien sein Testament auf. Bis 1561 gehörte er dem Hofe des Kardinals in Rom an; danach verliert sich seine Spur.

Sandrin hat keinerlei kirchliche Werke hinterlassen. Seine weltliche, fünfzig Chansons umfassende Produktion, darunter einige auf Texte von Franz I., Saint-Gelays und Marot, wurde in einem sehr kurzen Zeitraum, zwischen 1538 und 1549, veröffentlicht, mit Ausnahme von "Amour si haut", einem der ausdruckstärksten und farbigsten Stücke im französischen Repertoire dieser Zeit, das 1556 erschien, und einem Madrigal von 1557, das A. Einstein merkwürdigerweise A. Striggio zuweist.
Die ersten Chansons von Sandrin, darunter das berühmte "Douce mémoire", verkörpern den Pariser Typ in seiner glänzendsten Form. Auffallend ist der ungeheure Erfolg, den sie bei den Instrumentisten, Lautenisten, Gitarristen, Violisten, Organisten in ganz Europa bis nach Polen fanden.
Die letzten Chansons weisen dagegen italienischen Einfluss auf, so "Piusque vivre en servitude", in der sich gewisse Anklänge an die Frattola finden. Sandrins Modernismus, seine von 1543 an datierenden Bevorzugung von Stücken in Strophenform und seine Vorliebe für rhythmische Kontraste machten ihn zu einer der entscheidenden Kräfte in der Entwicklung der Pariser Chansons um die Mitte des 16. Jh.
(Quelle: Lesure, François: Sandrin. In: Blume, Friedrich: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 11, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1952, Sp. 1361f)

Werke:

4 Chansons für 4 Stimmen oder Instrumente

Koray Berat Sari
* 1990 in Düsseldorf

Koray Berat Sarı wurde 1990 in Düsseldorf geboren. Seine Ausbildung begann mit musikalischer Früherziehung in Monheim am Rhein. An der Städtischen Musikschule Monheim begann er mit dem Bağlama-Unterricht bei seinem Vater Ismet Sari und besuchte in den Folgejahren verschiedene Bağlama- Schulen in NRW, wie Mozaik und A.S.M. Mit dem Wunsch später Musik zu studieren, fing er mit 14 Jahren an Gitarrenunterricht zu bekommen. Mit seinen erworbenen Kenntnissen befasste er sich autodidaktisch mit anatolischen Blas- und Schlaginstrumenten.

Zwischen 2005 und 2009 war er mehrfacher Preisträger bei "Jugend musiziert" in den Wertungen Bağlama und Gitarre auf Landes- und Bundesebene. Ab dem Jahr 2007 wurde er Mitglied im Landesjugendzupforchester NRW, nahm an den Konzertreisen nach u.a. China, Russland, USA teil und bereicherte das Repertoire des Orchesters mit Arrangements anatolischer Volksweisen für Bağlama und Zupforchester. Nach seinem Abitur bestand er 2009 die Aufnahmeprüfung an der "Hochschule für Musik und Tanz Köln", Standort Aachen mit dem Hauptfach Gitarre. 2015 schloss er sein Masterstudium erfolgreich mit dem Hauptfach Gitarre- Kammermusik ab. Schon im frühen Alter gab er viele Konzerte und arbeitete mit vielen Bands und Ensembles. Seit 2010 ist er als Jurymitglied regelmäßig bei "Jugend musiziert" tätig. Sari arbeitet mit verschiedenen Künstlern mit verschiedenen Instrumenten, ist Mitglied in verschiedenen Musik-Projekten (Solo, Roye Ma, Duo SariGaik, Trio SinCo-Pa), unterrichtet und konzertiert weiterhin und leitet Seminare in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat NRW, als auch in den Landesmusikakademien NRW und Berlin. 2015 war er gemeinsam mit Kemal Dinc Dozent beim Zertifikatslehrgang Bağlama, der erstmals in Deutschland stattgefunden hat. Außerdem ist er als Komponist tätig.

Werke:

Anatolische Suite Nr. 2

Christoph Schaffrath
* 1709 in Hohenstein † 17.02.1763 in Berlin

Kosmopolit und Klassiker (ca. 1709–-1763)

Aus den Reiseberichten des jungen Mozart an seinen Vater Leopold geht hervor, wie beschwerlich – und teuer – das Reisen in Kutschen war. Dem Komponist, Cembalist und Musiktheoretiker Christoph Schaffrath ging es da nicht besser.

So begann der 1709 in Hohenstein bei Dresden geborene Schaffrath seine Karriere als Hofmusiker und -komponist in Warschau bei seinem Landesherrn August II, Kurfürst von Sachsen und König Polens. Nach einem Zwischenstop als Cembalist und Komponist am Hof eines litauischen Fürsten in der heutigen Ukraine kehrte Schaffrath, von Sehnsucht nach der Heimat getrieben, wieder in deutsche Lande zurück.

Hier wurde er zum Mitglied der Hofkapelle des musikliebenden preußischen Thronfolgers, Friedrich II, in Ruppin. Doch war sein Bleiben dort nicht von Dauer: Während Friedrichs Rheinfeldzug entsandte jener seine Hofkapelle zu der hochgeschätzten Schwester Wilhelmine von Bayreuth, danach sammelte der Prinz seine Musiker in Rheinsberg wieder um sich, wo er bis zu seiner Krönung im Jahr 1740 blieb.
Mit dem neuen König zog auch seine Kapelle nach Berlin und Sanssouci. Von hieraus gelangte Schaffrath schließlich zu der jüngeren Schwester Friedrichs des Großen, zu Amalie von Preußen. Dort war er bis zu seinem Tod im Jahr 1763 als „Kammermusikus“ tätig und fand die Muße, für verschiedene musikalische Vereinigungen Berlins ein umfangreiches Werk zu schaffen. Auch galt er als beliebter Musik- und Kompositionslehrer und zählt heute zu den Hauptvertretern der Berliner Klassik.

Seine melodiösen Stücke verbanden den barocken Kontrapunkt geschickt mit dem galanten Stil norddeutscher Empfindsamkeit und waren in den Berliner Salons sehr beliebt. Tatsächlich wurde er so hoch geschätzt, dass Bodenburg den Komponisten 1746 sogar in einem Atemzug mit G. F. Händel, G. Ph. Telemann und J. S. Bach nennen konnte.

Neben der stolzen Anzahl von 69 Cembalokonzerten hat Schaffrath eine Reihe origineller Flötentrios und Duette geschrieben. Hiervon ist eine Auswahl beim Pan-Verlag in der Sammlung Fontana die Musica, Musik alter Meister, erschienen, in der zudem prominente Namen wie Telemann, Händel, Bach, Vivaldi, Schop und Loeillet vertreten sind.
Eine Zeit, die Schaffraths Werk gerade erst wiederentdeckt, wird große Freude an seinen phantasievollen, durch den Pan-Verlag zugänglich gemachten Stücken haben.

Werke:

Duetto II für Altblockflöte und obligates Cembalo
Duetto IV für Altblockflöte und obligates Cembalo
Duetto VI für Altblockflöte und obligates Cembalo
Trio C-Dur für zwei Altblockflöten und Bc.
Trio F-Dur für zwei Altblockflöten und Bc.
Trio d-Moll für zwei Altblockflöten und obligates Cembalo

Samuel Scheidt
* 1587 in Halle † 24.03.1654 in Halle

Samuel Scheidt war ein deutscher Organist und Komponist. Scheidt wurde nach seiner ersten künstlerischen Ausbildung 1603 Hilfsorganist an der Moritzkirche in Halle/Saale. Durch Protektion war er in den Jahren 1607 bis 1609 Schüler des berühmten Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam.

Nach seiner Rückkehr 1609 berief ihn der Erzbischof von Magdeburg, Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg, als Hoforganist nach Halle. Dort arbeitet Scheidt 1614 bis 1616 mit Michael Praetorius zusammen, der im darauffolgenden Jahr am Hof in Halle Kapellmeister von Haus aus wurde.

Seine Kenntnisse im Orgelbau, die ihn früh berühmt gemacht haben müssen, führten ihn 1618 nach Eisleben sowie 1619 zusammen mit Michael Praetorius, Heinrich Schütz und Johann Staden zu einer Orgelabnahme nach Bayreuth. Die bisher viel erwähnte angebliche Zusammenarbeit mit Schütz und Praetorius in Magdeburg ("Einrichtung einer Konzertmusik" o. ä.) beruht auf einem Irrtum der Forschung.
1624 verfasste Scheidt seine Tabulatura nova. Diese Sammlung von Werken für Clavierinstrumente (Orgel, Clavichord) stellt den ersten Tastenmusik-Druck in Deutschland dar, bei dem die Partiturnotation (Kombination aus Fünflinien-Systemen) Anwendung fand.
Bereits 1620 hatte er die große Vokalsammlung der Cantiones sacrae veröffentlicht, an die sich bereits 1621 die Concertus sacri anschlossen. Es folgten 1621, 1622, 1625 und 1627 die Instrumentalsammlungen der sog. Ludi musici.

Mit 40 Jahren heiratete Scheidt im Jahre 1627 Helena Magdalena Keller in der Kirche St. Petrus (Wörmlitz). Mit ihr hatte er sieben Kinder, von welchen nach einer Pest-Epidemie im Jahre 1636 nur zwei überlebten. Mit der Flucht seines Dienstherrn vor Wallensteins Truppen wurde Scheidt im Jahre 1628 arbeitslos. Deshalb schuf man noch im selben Jahr speziell für ihn das Amt des Director musices (Musikdirektor) für die drei großen Kirchen der Stadt Halle (Marktkirche Unser Lieben Frauen, St. Mauritius (Moritzkirche) und St. Ulrich).

Wie es in der neueren Forschung gesehen wird, verlor Scheidt vermutlich eher durch die drohende Rekatholisierung in Halle als durch den bekannten (in der Literatur etwas überbewerteten) Streit mit Gymnasialrektor Christian Gueintz im Jahre 1630 seine Stellung als Musikdirektor bei der Stadt. Seitdem war Scheidt wieder "bloßer Privatus", der sich mit einer ganzen Reihe von Schülern und Gelegenheitsmusiken seinen Lebensunterhalt verdiente.
Dennoch konnte er nach 1631 vier Bände mit geistlichen Konzerten veröffentlichen, allerdings nur reduzierte Fassungen von vielstimmigen Versionen, deren Druck unterbleiben musste und die verschollen sind. Er rechnete, wie sich aus den Vorworten der Drucke ergibt, mit den in seiner Zeit üblichen Einrichtungen für die jeweiligen Aufführungsbedingungen. 1644 ließ er 70 Symphonien drucken, die auch als Einschübe der geistlichen Konzerte gedacht waren. 1650 folgte als letztes Werk die sog. Görlitzer Tabulatur mit vierstimmigen Choralsätzen für die Praxis.
Scheidt verlor schließlich kriegsbedingt sein gesamtes Vermögen und erhielt nach seinem Tode ein Armenbegräbnis.

Er gehört zu den wichtigsten Komponisten des 17. Jahrhunderts. Sein Werk ist durch sowohl quantitativ als auch qualitativ gewichtige Beiträge im vokalen wie auch instrumentalen Bereich insgesamt sehr viel breiter als das seiner Zeitgenossen Heinrich Schütz und Johann Hermann Schein. Viele seiner ergreifendsten Vokalwerke, vor allem die späten Geistlichen Konzerte und die Lieblichen Kraftblümlein, sind bis heute im Wesentlichen unbekannt und unaufgeführt.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Scheidt)

Werke:

2 Variationen für Blockflöten-Quartett. Variationen über eine Gagliarda von John Dowland/Variationen über Bergamasca
Canzon super "O Nachbar Roland" (XXVIII) a 5 voces

Georg Schimmelpfennig
* 1582 in Eschwege † 16.05.1637 in Allendorf

Georg Schimmelpfennig wurde ca. 1582 in Eschwege geboren. Seit 1598 war er als Kapellknabe Mitglied der Hofkapelle. Wie alle Kapellknaben wurde er gleichzeitig Schüler des Collegium Mauritianum. Ab 1603 erhielt er Lautenunterricht von Victor du Montbuysson, dem französischen Hoflautenisten.

Als erfolgreicher Absolvent der Hofschule wurde er 1608, gemeinsam mit Heinrich Schütz, Christoph Kegel und Friedrich Kegel in Marburg für das Jurastudium immatrikuliert. Ein Stipendium in Venedig hat er jedoch im Gegensatz zu den drei Weggefährten nicht erhalten. Vielmehr wurde er zunächst als Altist in der Hofkapelle angestellt und konnte sich ein Zubrot verdienen als Notenschreiber. 1622 wurde Schimmelpfennig Theorbist, 1624 Vizekapellmeister der Hofkapelle, 1627 schließlich erfolge seine Ernennung zum Hofkapellmeister unter Landgraf Wilhelm V. Seine zweite Aufgabe bei Hof war die des Oberkammerdieners. Seit 1630 war er Kammerschreiber. 1632 wurde er fürstlich hessischer Kriegszahlmeister. Von nun an fehlen Nennungen in den Akten der Hofkapelle. Er starb am 16. Mai 1637 in Allendorf. Von seinen Kompositionen sind nur wenige erhalten geblieben.

Werke:

La buona et felice mano
La buona et felice mano. Italienische Madrigale. Urtextausgabe

Johann Heinrich Schmelzer
* 1623 in Scheibbs † 1680 in Prag

Johann Heinrich Schmelzer war ein österreichischer Violinist, Komponist und Kapellmeister und zählte zu den bekannteren Violinisten Österreichs. Schmelzer war der führende österreichische Komponist von Instrumentalmusik vor Heinrich Ignaz Franz Biber und hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Sonate und Suite.

Zusammen mit seinen älteren Zeitgenossen Sances und Bertali und mit dem jüngeren Draghi war Schmelzer einer der bedeutendsten Musiker am Habsburger Hof zwischen 1655 und 1680. Er war für die Entwicklung der Sonate und der Suite von großer Bedeutung. Ohne sein Wirken wären die Leistungen seines Schülers Heinrich Ignaz Franz Biber oder die eines Johann Jakob Walther nicht möglich gewesen. In diesem Lichte ist auch seine Anstellung dort als erster deutschsprachiger Kapellmeister im 17. Jahrhundert zu betrachten.

Er hinterließ ein sehr reichhaltiges Oeuvre, war aber lediglich als Komponist von Instrumentalmusik einflussreich (Ballett-Musik, Kammermusik). Seine zahlreichen liturgischen Werke (von denen die meisten nicht erhalten sind; 173 Werke sind im Distinta specificatione dell’archivio musicale per il servizio della cappella e camera cesarea, dem Katalog von Kaiser Leopolds Privatsammlung, aufgelistet) stammen aus den 1670ern, also aus seiner Zeit als Vize-Kapellmeister. Die wenigen, die erhalten sind, lassen Venezianischen Einfluss erkennen, welcher unter seinen italienischen Zeitgenossen vorherrschend war.

Sein Vater Daniel Schmelzer war Bäcker und Bürger von Scheibbs. Schmelzer wuchs offenbar im Feldlager auf, da sein Vater angeblich während des Dreißigjährigen Kriegs Offizier war.
Wann genau J. H. Schmelzer nach Wien kam ist nicht bekannt, ebenso wenig bei wem er seine musikalische Ausbildung erhielt, möglicherweise waren dies Antonio Bertali, Burckhardt Kugler oder Giovanni Sansoni. Das früheste Dokument, in dem er erwähnt wird, ist mit seiner ersten Hochzeit am 28. Juni 1643 verbunden; in ihm wird er als Cornettist am Wiener Stephansdom aufgeführt.
Eine kaiserliche Resolution von 1674 besagt jedoch, dass er seinen Dienst an der Hofkapelle in Wien 1635 oder 1636 begann, wahrscheinlich als Violinist. Am 1. Oktober 1649 wurde er offiziell als Violinist am Hof-Orchester eingestellt. Seine Position und Funktionen während der darauf folgenden zwei Jahrzehnte sind nicht restlos geklärt. Aus der sehr begrenzten Anzahl von vorhandenen Quellen kann man jedenfalls schließen, dass er ein sehr produktiver Komponist war und auch als Violinist einen ausgezeichneten Ruf hatte.

1658 war er Leiter der Instrumentalmusik im Gefolge Leopolds I. bei dessen Krönung in Frankfurt. Sein enges Verhältnis zum Kaiser brachte ihm vor allem einen finanziellen Vorteil, machte ihn aber auch zu dessen musikalischen Ratgeber, der dem Kaiser bei seinen Kompositionen half. 1665 wurde er zum Ballettkomponisten ernannt, weshalb er künftig den Hof mit Balletti zu versorgen hatte. Einige dieser Ballettmusiken wurden als Divertissements in die Opern von Antonio Cesti und Antonio Draghi eingesetzt.
Am 13. April 1671 wurde er Vizekapellmeister in der Hofkapelle Leopolds I. Von dieser Zeit an hatte er auch immer mehr Aufgaben des kränkelnden Kapellmeisters Giovanni Felice Sances zu übernehmen. Seine Effizienz in dieser Position, verbunden mit vorherigen Errungenschaften und seinem ständig wachsenden Ruhm, dürften für Leopold I. also eher ausschlaggebend bei der Zustimmung zu dessen Adelung 1673 gewesen sein, als der Militärdienst seines Vaters, welchen er in seiner Petition beschrieb.
In den Adelsstand erhob ihn der Kaiser 1673 mit dem Beinamen „von Ehrenruef“, ein Titel, welcher auch von seinen Söhnen übernommen wurde, wie etwa von seinem ältesten Sohn Andreas Anton (1653–-1701), der ebenfalls Komponist und Violinist war. Jedoch wurde J. H. Schmelzer erst am 24. November 1679, nach Sances Tod, als erster Nicht-Italiener offiziell zum Kapellmeister ernannt. Sein Antrag für den Posten, datiert vom 18. Dezember 1679 und beim Kaiser in Prag eingereicht, wohin der Hof vor der Pest geflohen war, erforderte die Anstellung rückwirkend vom 1. Juli an, sie wurde jedoch nur vom 1. Oktober an gewährt. Lange hatte er seine neue Position aber nicht inne, denn er fiel im Jahre 1680 der Pest zum Opfer, die inzwischen auch Prag erreicht hatte.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Schmelzer)

Werke:

Sonata sexta für Violine und Gitarre

Michael Schneider
* 06.09.1964 in Göttingen

Michael Schneider wurde 1964 in Göttingen geboren und lebt seit 1973 in der Schweiz. Nach ersten wichtigen kompositorischen Anregungen während des Gymnasiums durch János Tamás studierte er Musikwissenschaft an der Universität Zürich sowie Komposition am Konservatorium Bern bei Dimitri Terzakis und in Meisterkursen bei Edison Denissow.

Seine musikalischen Werke umfassen Kammermusik und Vokalmusik, Klavier- und Orchesterwerke und die Kammeroper A Dictionary of Maladies. Als Musikmanager leitet Michael Schneider seit 2006 das Schweizer Kulturzentrum Künstlerhaus Boswil, Ort der Musik. www.michael-schneider.ch

Werke:

Il vecchio castello
Licht über Schatten

Johann Schop
* 1590 in Hamburg † 1667 in Hamburg

Johann Schop, Meister des Norddeutschen Frühbarocks (ca. 1590-–1667)

Nach einer Notiz Chrysanders soll Johann Schop in Hamburg geboren sein. Das genaue Geburtsdatum Johann Schops ließ sich jedoch bis heute nicht ermitteln.

Es muss aber um 1590 liegen, denn bereits 1614 fordert ihn Michael Praetorius für seine reorganisierte Hofkapelle in Wolfenbüttel an: „...Johann Schop, ein sehr guter Discant Geiger: kann das Seine uff der Lauten, Posaunen und Zinken auch prästiren.“

Von 1615 bis 1619 war Schop Mitglied der dänischen Hofkapelle. Nachdem ihn die Pest 1619 von dort vertrieben hatte, weilte er einige Zeit in Paris. Ab 1621 ist er als Direktor der Hamburger Ratsmusik, später auch als Organist und Städtischer Kapellmeister bis 1665 nachweisbar.
In Hamburg hat Johann Schop bis zu seinem Tod im Jahre 1667 (zwischen „Johanni und Michaelis“, dem 24. Juni und dem 29. September) gelebt – in den Kämmereiakten hat an „Johanni“ noch Johann Schop selbst den Erhalt des Verdienstes quittiert, an „Michaelis“ bereits seine Witwe. Seine Grabstätte ist nicht bekannt.

In einer Ansprache (möglicherweise die Traueransprache für Johann Schop) von Balthasar Schupp, Pastor an der St. Jacobi Kirche in Hamburg, aus dem Jahr 1667 lesen wir über Schop und das Hamburger Musikleben des 17. Jahrhunderts Folgendes: „Wann ich nun mich wollte in musica vocali üben / so wollte ich deswegen eben nicht auff eine Teutsche in einem kleinen Landstädtlein gelegene Universität ziehen / sondern wollte zu Hamburg suchen den edlen Scheidemann / den vortrefflichen Matthias Weckmann / den wohlberühmten Johann Schopen / und andere Künstler / derengleichen in etlichen Königlichen / Chor und Fürstlichen Capellen nicht anzutreffen sind.“
Diese Worte vermitteln ein eindrückliches Bild von der hohen Auffassung, die die Zeitgenossen von der Persönlichkeit Johann Schop und seiner Musik hatten. Es bleibt zu hoffen, dass auch in diesen Tagen seine Musik wieder neu einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Werke:

4 Paduanen und 1 Pavane zu sechs Stimmen mit Orgel (Cembalo/ Laute) ad. lib.
5 Paduanen, 2 Galliarden und 1 Canzone zu drei Stimmen mit Orgel (Cembalo/Laute) ad. lib.
Danket dem Herrn. Geistliches Konzert à 8
Geistliches Konzert "Ein deutsches Tedeum" für 2 Solostimmen (oder Chor) und Basso continuo
Magnificat à 4
für gemischte Stimmen und Basso continuo

Paduanen, Allmanden sowie eine Galliarde und eine Canzone zu vier Stimmen mit Orgel (Cembalo/Laute) ad lib.
Suite zu fünf Stimmen mit Orgel (Cembalo/ Laute) ad. lib.

Hedwig Schröder
* 1920 † 07.07.2010 in Husum

Hedwig Schröder war Musiklehrerin in Husum. Sie engagierte sich zeitlebens für die musikalische Ausbildung und Entwicklung junger Menschen. 1971 gründete sie den Regionalwettbewerb Westküste von "Jugend musiziert" und war viele Jahre Vorsitzende des Regionalausschusses.

Im Jahr 2000 wurde Hedwig Schröder der Hans-Momsen-Preis verliehen. In der Stiftungsurkunde heißt es: "Mit dieser Auszeichnung will der Kreis Nordfriesland Persönlichkeiten ehren, die sich besondere Verdienste um das kulturelle Leben in Nordfriesland erworben haben. Es können Verdienste im Bereich der Wissenschaft, der Heimatpflege, der Volkskunde, der Literatur, der Musik oder der bildenden Kunst sein."

Werke:

Spielereien für drei Altblockflöten

Ricarda Schumann
* 1967

Die Flötistin Ricarda Schumann (geboren 1967) studierte an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, bei Ricarda Bröhl. Meisterkurse bei Jos Rinck, Wil Offermans und Klaus Holsten ergänzten ihre Ausbildung.

Seit 2005 setzt sie sich intensiv mit dem Spiel auf der Traversflöte auseinander. Sie unterrichtet als Querflöten- und Klavierlehrerin. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie an viele Orte im In- und Ausland, u.a. mit der Capella Aquisgrana (historische Zupfinstrumente und Traversflöte, www.capella-aquisgrana.eu) und dem Trio Cassis (Flöte, Cello, Klavier, www.trio-cassis.de). Seit 1992 ist sie in der freien Theaterszene Aachen als Musikerin und Schauspielerin aktiv. Sie komponierte und produzierte Musik zu zahlreichen Theaterstücken. Auch schrieb sie Werke für verschiedene Instrumente, u.a. Flöte und Zupforchester. Als Einwohnerin von Vaals, einem niederländischen Grenzort zu Aachen, ist sie Mitglied der „Stichting Limburgse Componisten“, www.limburgsecomponisten.nl,.

Werke:

Dreams of Taiwan
When Daphne from fair Phoebus did fly

Cornelius Schuyt
* 1557 in Leiden † 09.06.1616 in Leiden

Cornelis Floriszoon Schuyt wurde 1557 in Leiden geboren. Sein Vater Floris Schuyt war Organist an der Pieterskerk und der Hoglandse Kerk. Cornelis unternahm in frühen Jahren eine Reise durch Italien, auf der er die neuesten Entwicklungen der italienischen Avantgardisten kennen lernte.

Nach seiner Rückkehr wurde er 1593 – neben seinem Vater –zum zweiten Organisten an den beiden Kirchen seiner Heimatstadt ernannt. In den folgenden Jahren übten sie im 14-tägigen Wechsel den Organistendienst aus.
Cornelis Schuyt war außerdem für die Glockenspiele der Stadt zuständig und hatte die Verantwortung für die musikalische Gestaltung der zeremoniellen Bankette des Stadtrates. Nach dem Tode seines Vaters 1601 wurde er Hoforganist. Er starb bereits am 9. Juni 1616 im Alter von 58 Jahren.

Einen genauen Überblick über sein kompositorisches Schaffen gibt es nicht. Erhalten geblieben sind lediglich drei Madrigalbücher, gedruckt 1600 und 1601 in Leiden, und eine Sammlung mit rein instrumentalen Sätzen. Sein Stil ist geprägt durch die Werke zeitgenössischer Vertreter der Monodie in Italien, wie beispielsweise Claudio Monteverdi, die er auf seiner Italien-Reise studieren konnte. Trotz dieses Einflusses war Schuyt deutlich konservativer als sein Landsmann, der Amsterdamer Jan Pieterszoon Sweelinck.

Die 1611 – vor genau 250 Jahren – erstmalig veröffentlichte Sammlung „Dodeci Padovane et altretante Gagliarde…per sonare a sei“ ist in zwei Bänden publiziert (PAN 823 und 824, herausgegeben von Manfred Harras). Sie beinhaltet sechsstimmige Instrumentalsätze in den 12 Kirchentonarten. Stilistisch schlagen die Kompositionen eine Brücke zu ähnlichen Sammlungen zeitgenössischer Komponisten in Nord- und Mitteldeutschland. Für die musikalische Realisierung der Canzonen und Tänze gibt es viele Besetzungsmöglichkeiten: Blockflöten, Posaunen, Violen da Gamba oder in jeder denkbaren gemischten Zusammenstellung.

Werke:

Dodeci padovane et altretante gagliarde Vol. 1.
Dodeci padovane et altretante gagliarde Vol. 2.

Birgit Schwab

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Werke:

Divertimento di camera Nr. 1

Kurt Schwaen
* 21.06.1909 in Kattowitz † 09.10.2007 in Berlin

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Werke:

Fern und nah
Vier Scherzi
Vision orientale

Regula Schweizer

Regula Schweizer wurde 1966 in Frauenfeld geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit besuchte sie das Lehrerseminar Kreuzlingen, wo sie 1986 mit dem Primarlehrerdiplom abschloss. Nach vier Jahren Lehrtätigkeit bei normal begabten, wie auch Kindern mit einer geistigen Behinderung, folgte am Konservatorium Zürich bei Kees Booke ein Musikstudium mit Hauptfach Blockflöte, welches sie 1994 erfolgreich mit dem Lehrdiplom abschloss. In der Zeit von 1993 – 2002 arbeitete sie als Lehrbeauftragte für Blockflöte in der Lehrerbildung am Seminar TWG. Seit 1994 betreut sie auch die Blockflötenklasse der Musikschule Untersee und Rhein. Daneben engagiert sie sich als Kursleiterin für Kinder und Erwachsene mit und ohne geistige Behinderung. Regula Schweizer lebt in Steckborn und ist Mutter dreier bald erwachsener Kinder.

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Werke:

Vergnüglicher Musikunterricht

Bartolomeo de Selma y Salaverde
* 1595 in Cuenca † 1638

Bartolomeo de Selma y Salaverde war ein spanischer Fagottist und Komponist des Frühbarock.

Er erhielt seine musikalische Ausbildung vermutlich durch seinen Vater, dem spanischen Hofmusiker Bartolomé de Selma (†1616). Nach seiner musikalischen Ausbildung trat er in den Augustinerorden ein und bereiste Mitteleuropa.
In der Zeit von 1628 bis 1630 wirkte er als Fagottist in der Hofkapelle des Erzherzogs Leopold V. von Tirol in Innsbruck. Letzter hatte 1626 nach seiner Heirat mit Claudia de' Medici, seine Hofkapelle nach italienischen Vorbildern erheblich vergrößert und mit besten Musikern Europas besetzt.
Weitere Stationen Salaverdes sind nicht genau bekannt. Er hat vermutlich in verschiedenen Hofkapellen gearbeitet, möglicherweise in Österreich und Polen.

1638 ließ er in Venedig einen Sammelband unter dem Titel „Canzoni fantasie e correnti da suonar a 1, 2, 3, 4 voci con Basso Continuo“ veröffentlichten, auf dem Titelblatt bezeichnete er sich immer noch als „Musicus & Suonator di Fagotto Erzherzog Leopoldus“. Dieses Werk, welches dem Prinzen Johann Karl von Polen und Schweden gewidmet ist, enthält insgesamt 57 Einzelstücke, darunter Canzonen, Fantasien und Tänze wie Balletti, Gagliarden und Correnti. Einige dieser Werke sind doppelchörig angelegt.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bartolomeo_de_Selma_y_Salaverde)

Werke:

3 Canzonen für Soprano, Basso und Bc.
3 Correnti und Balletto für zwei Sopraninstrumente und Basso Continuo
Canzon 20 e 21 a doi soprani e basso continuo.
Canzonen für Sopranflöte (Oboe/Violine) und B. c.

Ludwig Senfl
* 1486 in Zürich † 1542 in München

Ludwig Senfl wurde als Chorknabe für die Hofkapelle König Maximilians I. rekrutiert wo er nach eigenen Aussagen (beruhend auf seinem autobiographischen Lied Lust hab ich g'habt zur Musica) seine Ausbildung als Sänger, Schreiber und Komponist vom Hofkomponisten Heinrich Isaac erhielt.

Der Kapelle, die den König und späteren Kaiser regelmäßig auf seinen Reisen (u. a. nach Augsburg, Wien und Konstanz) zu begleiten pflegte, gehörte er mit kurzen Unterbrechungen mehr als 20 Jahre an. So dürfte ihm, wie bei Chorknaben des kaiserlichen Hofes üblich, nach seiner Mutation das Studium an der Universität Wien finanziert worden sein, obwohl er in deren Matrikeln nicht aufscheint.
Seit Isaacs endgültiger Beurlaubung und Rückzug nach Florenz (1515), spätestens aber nach dessen Tod (1517) dürfte Senfl auch als Komponist für die musikalische Ausgestaltung der liturgischen Zeremonien und anderer Feierlichkeiten beschäftigt gewesen sein. Obwohl er niemals zum offiziellen Nachfolger Isaacs ernannt worden war, bemühte er sich mehrmals (vergeblich) seine von Maximilian I. zugesicherten Geldansprüche geltend zu machen.

Nach dem Tod des Kaisers (1519) löste dessen Enkel, Karl V. im darauf folgenden Jahr (1520) die Hofkapelle auf. Nach dieser Auflösung begegnet Senfl an verschiedenen Orten des deutschen Reiches: So etwa in Augsburg, als Herausgeber des Liber Selectarum Cantionum (Grimm & Wirsung, 1520), des ersten Motettendruckes nördlich der Alpen in Chorbuchformat, der Kardinal Matthäus Lang von Wellenburg gewidmet ist und in den Senfl neben eigenen Werken u. a. auch Motetten von Pierre de La Rue, Heinrich Isaac, Josquin des Prés, Jacob Obrecht und Jean Mouton aufnahm, die das Repertoire der kaiserlichen Hofkapelle widerspiegeln.
Darüber hinaus tritt er aber auch auf dem Reichstag 1521 in Erscheinung und verschiedene Lieder mit Akrostichen, die in Bezug zu mehreren Fürstenhochzeiten in diesen Jahren stehen könnten, deuten darauf hin, dass sich Senfl verschiedentlich um eine Stellung bewarb.

1523 trat Senfl in den Dienst Herzog Wilhelms IV. in München. Seine Aufgabe bestand vornehmlich darin, die Hofkapelle nach dem Vorbild der kaiserlichen Institution hinsichtlich Personal und Repertoire auf- und auszubauen. Dabei konnte er nicht nur zahlreiche Werke aus seiner Zeit am Kaiserhof, sondern auch mehrere Mitglieder der ehemaligen kaiserlichen Kapelle nach München mitbringen, darunter seinen Sängerkollegen Lukas Wagenrieder, der für Senfl in späteren Jahren auch immer wieder Kopistendienste übernahm. Senfl begründete den hervorragenden Ruf der Münchner Hofkapelle, der er bis zu seinem Tod (1543) nach eigenen Aussagen als "musicus intonator" vorstand.

Senfl korrespondierte vor allem seit den 1520er Jahren mit wichtigen Personen der frühen Reformation, allen voran Martin Luther, der auch die herausragende Qualität der Münchner Hofkapelle rühmte, wie auch Herzog Albrecht von Preußen. Für beide Persönlichkeiten hat Senfl sowohl auf Wunsch als auch aus eigenem Bedürfnis Werke komponiert, was immer wieder zu Spekulationen über Senfls Glaubensüberzeugung geführt hat. Da sich Senfl niemals eindeutig zu dieser Frage äußert (wohl auch aus Angst vor Verfolgung), wird auch hier keine endgültige Aussage mehr zu treffen sein.

Senfls kompositorisches Schaffen umfasst sämtliche Gattungen der damaligen Zeit: Messen, Motetten, mehrstimmige Proprienvertonungen, ein 8 Werke umfassender Magnificatzyklus, Lieder, Oden sowie einzelne Instrumentalsätze; seine deutschen Lieder (mit über 250 Sätzen), seine Proprien für Messe und Stundengebet (ca. 80 erhaltene Zyklen mit etwa 240 Einzelsätzen, dazu mindestens 10 verlorene Zyklen) sowie seine Motetten (ca. 140 Werke einschließlich 12 verlorenen Sätzen) machen davon den Hauptbestandteil seines ŒŒuvres aus, das in ca. 360 Quellen (Handschriften und Drucken) überliefert ist.

Senfls hauptsächlich in München entstandene liturgische Musik (Messen, Proprien) ist choralgebunden und folgt den Kompositionskonventionen seiner Zeit mit der Vertonung eines vorgegebenen Cantus firmus. Er bildet die tonale, motivische und strukturelle Basis des mehrstimmigen Satzes und wird zumeist in einer Hauptstimme durchgeführt, während die übrigen Stimmen sich auf diese Melodie beziehen. Das Kernrepertoire dieser liturgischen Musik bilden Senfls Proprien, von denen der Großteil in vier, 1531 fertig gestellten und dem Münchner Herzog gewidmeten, umfangreichen Chorbüchern niedergeschrieben und mit En opus musicum betitelt ist. Sie werden in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt. Die Chorbücher Mus.ms. 38 und 36 überliefern hierbei Proprien für die Hauptfeste des Winter- und Sommerhalbjahres, die Heiligenfeste sind in den Mus.ms. 37 und 35 festgehalten.
Dieses Repertoire wird von Vertonungen für die Sonntage nach Trinitatis (Mus.ms. 25; nur 11 Zyklen erhalten), Sätze für das Officium (Mus.ms. 52) sowie einzelnen Sätzen ergänzt. Diese Neukompositionen dienten als Ergänzungen zu Proprienvertonungen von Senfls Lehrer Heinrich Isaac, die Senfl aus dem Bestand der aufgelösten kaiserlichen Hofkapelle mit nach München gebracht hatte und in das Repertoire der Münchner Hofkapelle integrierte. Zusammen mit fünf Vertonungen für das Ordinarium Missae wurden sie für die Liturgie des Münchner Hofes komponiert und stellen – wie die Motetten der Chorbücher Mus.ms. 10 und Mus.ms. 12 – exklusives Repertoire (musica reservata) für Herzog Wilhelm IV. dar.
Mit seiner Missa dominicalis L'homme armé, die möglicherweise für den Besuch Karls V. in München (1530) komponiert worden war, stellt sich Senfl in die seit Mitte des 15. Jahrhunderts andauernde Tradition der L'homme armé-Messe. Hierbei verarbeitet er gleichzeitig die L'homme armé-Melodie und den gregorianischen Cantus firmus der Messe. Die vor allem in protestantischen Quellen überlieferte "Missa super Nisi dominus" stellt eine Parodiemesse auf die eigene gleichnamige Motette dar.

Sein äußerst umfangreiches, jedoch kaum bekanntes Motettenschaffen zeigt ein abwechslungsreiches Bild: Er ist mit verschiedensten Techniken und Satzarten, allen voran dem Kanon, bestens vertraut und seine Motetten spiegeln seine Lehre bei Heinrich Isaac ebenso wider (etwa in den frühen Werken bis 1520) wie auch die Aneignung und Weiterentwicklung von Kompositionsverfahren seines selbst gewählten Vorbildes Josquin Desprez, an dessen nachhaltiger Rezeption im deutschsprachigen Raum Senfl maßgeblichen Anteil hatte.

Senfls über 250 erhaltene Liedvertonungen sind in der Regel vierstimmig, aber auch 5- oder 6-stimmig gesetzt. Eine präexistente oder für die Vertonung neu komponierte Melodie ist meist in der Tenorstimme, bei größeren Besetzungen häufig noch in einer weiteren Stimme zu finden. Bei den Liedtexten dominiert das Thema Liebe in zahlreichen Facetten neben Klagen über den Lauf der Welt, Glück und Unglück, einfachen Trink- und Spottliedern sowie geistlichen Liedern. Auf Anregung des Humanisten Minervius vertonte Senfl auch mehrere klassische und humanistische Oden. Die homophonen vierstimmigen Sätze dienten der Aneignung und Übung der Texte und vor allem der antiken Versmetren.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Senfl)

Werke:

2 Lieder für fünf Singstimmen oder Instrumente
2 kanonische Lieder für 2 Stimmen und 3 Instrumente oder 5 Instrumente
4 Tenorlieder für Tenor und 3 Instrumente oder 4 Instrumente
Vivo ego, dicit Dominus für fünf Instrumente

Claudin de Sermisy
* 1495 † 1562 in Paris

Claudin de Sermisy (* um 1495 in Frankreich; gest. 1562 in Paris) war ein französischer Sänger, Komponist, Kapellmeister und Geistlicher.

Claudin de Sermisy wirkte im Jahr 1508 als Sängerknabe an der Sainte-Chapelle in Paris, als er zum Sänger an der Chapelle Royal von Ludwig XII. berufen wurde. Gemeinsam mit Franz I. reiste er 1515 nach Italien und begleite das Heer im Jahr 1520, als Franz und Heinrich VIII. aufeinander trafen. Ab 1530 leitete er den Chor der Sainte-Chapelle als „sous-maître“, 1533 wurde er hier Kanoniker und erhielt 1547 gemeinsam mit Louis Hérault de Servissas die Stelle des Kapellmeisters.

Claudin de Sermisy veröffentlichte drei Motettenbücher, elf Messen und eine Passion, wurde aber vor allem durch die rund 160 Chansons bekannt, die in zahlreichen Anthologien erschienen. Er ist der Schöpfer der Liedmelodie des Kirchenliedes Was mein Gott will, das g'scheh allzeit (EG 364).
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Claudin_de_Sermisy)

Werke:

2 Chansons von Clement Marot für 4 Stimmen oder Instrumente

Daniel Serrano
* 1991 in Jaén (Spanien)

Daniel Serrano wurde 1991 in Jaén (Spanien) geboren. Zuerst studierte er bei Keiko Wataya und Karsten Dobbers Violine und Kammermusik an der Musikhochschule des Baskenlandes „Musikene“ (Spanien). Anschließend zog er 2013 nach Wien, um an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Komposition und Musiktheorie bei Wolfgang Suppan und Dietmar Schermann zu studieren.

Im Juni 2016 schloss er die 1. Diplomprüfung ab und begann im Herbst 2016 den 2. Abschnitt in Komposition und Musiktheorie bei Michael Jarrell und Gesine Schröder. Er wurde 2015 mit dem 1. Preis des Fanny Hensel Kompositionswettbewerbs und 2016 mit dem 3. Preis des Mauricio Kagel Kompositionswettbewerbs ausgezeichnet.

Werke:

Mobile

Jean Sevriens
* 1958 † 2013

Jean Sevriens Geboren 1958 in den Niederlanden. Jean Sevriens war ein sehr vielseitig aktiver Musiker und Komponist

Sein künstlerisches Schaffen umfasst Orchester- und Kammermusikwerke, Vokalkompositionen, Klavierwerke, argentinische Tango-, Jazz- und Filmmusik. Seine Kompositionen erlangten durch seinen individuellen Stil internationale Anerkennung und wurden unter anderem beim Zimmermann Verlag in Frankfurt am Main und Donemus in Amsterdam verlegt. Nach einem mehrjährigen künstlerischen Aufenthalt in München war Jean Sevriens seit 1993 als Lehrer für Musiktheorie, Komposition und Gitarre sowie als freier Komponist in Kassel tätig.

Werke:

Suite pour Tatyana für Gitarre

Andrea Sforgi di Pisa

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Werke:

Duo Nr. 3
Sonata Nr. VII B-Dur

Christoforo Signorelli
* 1731 in Neapel † 1815 in Neapel

Über das Leben und Werk Christoforo Signorellis ist heute nur wenig bekannt. Er wurde 1731 geboren und lebte in Neapel. Über sein kompositorisches Schaffen hinaus war er an der Musikgeschichtsschreibung der Stadt Neapel beteiligt, die unter ihrem Titel Memorie del compositore di musica de Regno Napoli zuletzt 1860 eine Neuauflage erfuhr. Sie war die Basis der Forschungen vieler Musikwissenschaftler.

Signorellis Werk für Mandoline umfasst Kammermusiken mit Mandola, die heute unter dem Namen Barockmandoline (aus den Werken lässt sich die Stimmung g, h , e´, a´, d´´, g´´ schließen) gespielt wird.

Werke:

Concerto G-Dur
Sonata
Sonata
Sonata C-Dur
Sonata D-Dur
Sonata a due Mandolini
Sonata a due Mandolini D-Dur
Sonata per Mandolla

Thomas Simpson
* 1582 † 1630

Englischer Komponist und Musiker, welche an verschiedenen deutschen Höfen tätig war.

Von 1622-1625 war er am dänischen Hof in Kopenhagen beschäftig. Er ist einer der wichtigsten englischen Instrumental-Komponisten, der auf dem Kontinent gearbeitet hat. Er veröffentlichte zwei Sammlungen mit Tänzen (eine beinhaltet auch Werke von John Dowland, John Farmer und Thomas Tomkins).
Diese Sammlungen halfen, die deutsche Form der Suite zu beeinflussen.
Sein Kompositionsstil ist harmonisch und von der italienischen Musik beeinflusst.
(Quelle: http://www.musicalion.com/de/scores/noten/1450/thomas-simpson)

Werke:

"Kromatische" Pavane und Gaillard für fünf Instrumente
Pavan und Galliard für fünf Instrumente

Agostino Soderini

Agostino Soderini, ital. Komp. des 16.-17.Jh.

Soderini lebte in Mailand und gehörte zum Kreis des Luca Francesco Brivio, des großzügigen Dilettanten, der in seinem Hause ein "Ridotto" abzuhalten pflegte. Dort führte Soderini seine instrumentalen Cazoni noch vor der Veröffentlichung zum ersten Male auf. 1608 war er Organist an Santa Maria della Rosa in Mailand.

Soderini war kein bedeutender Komp. In seinen kirchlichen Vokal-Kompositionen wandte er die Alternatim-Praxis zwischen Vokalstimme und Instr. an. Seine Instr.-Canzonen widmete er, dem Brauch der zeitgenössischen Lombardischen Komponisten folgend, Familien der mailändischen Aristrokratie.
(Quelle: Sartori, Claudio: Soderini. In: Blume, Friedrich: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 12, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1952, Sp. 820f)

Werke:

L´Angelina für 8 Stimmen oder Instrumente in zwei Chören

Daniel Georg Speer
* 02.07.1636 in Breslau † 05.10.1707 in Göppingen

Georg Daniel Speer war ein deutscher Schriftsteller und Komponist des Barock.

Speer war der Sohn des Breslauer Kürschnermeisters Georg Speer und dessen Frau Margarethe. Ein Eintrag im Archiv der Magdalenenkirche in Breslau vermerkt, er sei am 2. Juli 1636 getauft worden, also am Tag seiner Geburt. Speer besuchte einige Jahre das Maria-Magdalenen-Gymnasium, verlor jedoch schon als Kind die Eltern und wuchs in einem Waisenhaus auf, aus dem er floh.

Aus dem nachfolgenden jahrelangen unsteten Wanderleben liegen keine exakten Informationen vor, doch scheint er u. a. über die Slowakei nach Ungarn und Rumänien gelangt zu sein, was sich aus seinen Kenntnissen der Balkanländer erschließen lässt. Offenbar diente er zeitweilig als Kriegstrompeter und Heerpauker.
Warum es ihn schließlich nach Süddeutschland verschlug, ist ungewiss. 1669 findet man ihn als Musiker in Großbottwar, wo er am 11. Mai 1669 Apollonia Buttersack heiratete, 1670–-1673 war er Provisor (Gehilfe) in Leonberg, 1673–-1689 Collaborator in Göppingen.

Da Speer nun in Göppingen zum ersten Mal in seinem Leben festen Fuß gefasst hatte, konnte er sich neben der Musik auch seinen literarischen Interessen widmen. In dieser seiner produktivsten Zeit entstanden diverse Kompositionen, Schelmenromane und andere literarische Veröffentlichungen. Wegen seiner patriotischen Aufrufe gegen die französische Besatzung wurde er Mitte Februar 1689 auf dem Hohenneuffen interniert. Die Göppinger versuchten, ihren Lehrer freizubekommen, doch als Speer schließlich entlassen wurde, kam er als Kollaborator an die Waiblinger Lateinschule, wo er sich ausschließlich der Komposition widmete.
Erst 1694 konnte er nach Göppingen zurückkehren, wo er, in den letzten Lebensjahren wegen nachlassender Schaffenskraft pensioniert, am 5. Oktober 1707 mit 71 Jahren verstarb.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Speer)

Werke:

Musicalisch Türckischer Eulenspiegel zu fünf Stimmen

Ljerko Spiller
* 21.07.1908 in Crikvenica † 09.11.2008 in Buenos Aires

Ljerko Spiller war ein argentinischer Geiger, Dirigent und Musikpädagoge kroatischer Herkunft.

Spiller studierte bis 1927 an der Musikakademie von Zagreb und bis 1930 an der École Normale de Musique de Paris. Seine Lehrer waren u. a. Jacques Thibaud, George Enescu und Diran Alexanian. Von 1930 bis 1935 unterrichtete er dann selbst an der École Normale de Musique in Paris.
Daneben war er von 1928 bis 1935 Mitglied eines Kammerensembles unter Leitung von Alfred Cortot und veröffentlichte Kritiken und Artikel in den Zeitschriften Le Monde Musical und Le Courrier de Musique.

1935 emigrierte er als Jude vor dem aufkommenden Nationalsozialismus nach Buenos Aires. Im gleichen Jahr gewann er einen Preis beim Internationalen Henryk Wieniawski-Violinenwettbewerb.
In Buenos Aires gründete Spiller ein Kammerorchester, das Jugendorchester des Collegium Musicum und das Frauenorchester von Radio El Mundo. Außerdem wirkte er als Chefdirigent des Jugendorchesters von Radio Nacional und unterrichtete von 1956 bis 1973 an der Universidad Nacional de La Plata.

1989 erhielt Spiller den Premio Conex der Fundación Konex. Nachdem er bereits in den 1970er und 1980er Jahren als Juror bei internationalen Violinwettbewerben in Zagreb und Genf gewirkt hatte, war er 1991 Mitglied der Jury beim Violinwettbewerb am Mozarteum in Salzburg. Im Folgejahr wurde er von der Asociación de Críticos Musicales-Pedagogo ausgezeichnet. 1999 wurde er Präsident der Jury zur Vergabe des Premio Conex.

Spiller veröffentlichte musikpädagogische Schriften und unterrichtete noch bis 1990 eigene Schüler. Auch sein Sohn Antonio Spiller wurde als Geiger bekannt, Andrés Spiller wirkt als Oboist und Dirigent in Buenos Aires.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ljerko_Spiller)

Werke:

Kinder lernen Geige spielen. Eine neue Methode für die Anfänge auf der Geige.

Henry Stonings

Henry Stonings wirkte im 16. Jh. Von seinem Leben ist nichts bekannt. J. Hawkins (1776) erwähnt ihn kurz als "Henry Stoning a noted musician temp. Eliz.".

Die Tatsache, dass seine erhaltenen Werke sämtlich in Musik-Slgn. des 16. Jh. zu finden sind, und Hawkins Äußerung lassen darauf schließen, dass Stonings Blütezeit in der zweiten Hälfte des 16. Jh. lag. Seine polyphonen Werke für Violen zeigen den feierlichen und eleganten, quasi vokalen Stil seiner Zeit.
(Quelle: Coxon, Carolyn: Stonings. In: Blume, Friedrich: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 12, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1952, Sp. 1409)

Werke:

"Browning" (Stonings) und "Hackney" (Woodcock) für fünf Instrumente

Marlo Strauß
* 1957 in Chemnitz

Marlo Strauß, geboren 1957 in Chemnitz, spielt seit seinem neunten Lebensjahr Gitarren. Als E-Gitarrist war er Mitglied in zahlreichen Bands, u. a. bei Ina Deter, Gitarrist bei den Bühnen der Stadt Köln und bei Hörspielproduktionen des WDR Köln.

Studium der Gitarre, Mandoline und Musikerziehung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit 1978 ist er als Pädagoge tätig und unterrichtet seit 2013 an der Musikakademie Eupen (B). 1985 spezialisierte er sich als Solist und Ensemblespieler auf historischen Zupfinstrumenten. Von 1991 bis 2007 war er Korrepetitor an der Hochschule für Musik Köln und 2004 Gründungsmitglied des Aachener Lautenconsorts CAPELLA AQUISGRANA. Seit 2012 ist er Landesmusikleiter des BDZ-NRW. 2009 war er Preisträger des Herbert-Baumann-Kompositionswettbewerbs. Er komponiert Werke für Mandoline, Gitarre und Zupforchester und ist Autor zahlreicher Fachartikel und Rezensionen im In- und Ausland. Mehr Informationen finden Sie unter: www.marlostrauss.com (mit kostenlosen Downloads) http://marlostrauss.kulturserver-nrw.de/

Werke:

9 Préludes artistiques
Andare al Mare
Burlesken Heft IV
Catena d'Amore
Concerto G-Dur
Don Quichotte Suite
Fünf Traumtänze
La Follia
La Gomera
Neun Burlesken
Sonata Nr. VII B-Dur
Sonata VI d-Moll
Sonata per Mandolla
Sonate C-Dur
Sonate Nr. III op. 2
Sonate Nr. V op. 2
Sonate Nr. VI op. 2
Suite Bergerac
Variationen ohne Thema
Vier Episoden
Walsingham. Airs and Dances
When Daphne from fair Phoebus did fly

Antonius Streichardt
* 13.06.1936 † 13.11.2013

Antonius Streichardt, geboren 1936, studierte Komposition, Tonsatz und Klavier an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Nach Unterrichtstätigkeiten in Halle, Erfurt und Zwickau war er seit 1969 Oberassistent, ab 1981 Dozent und schließlich seit 1993 Professor für Tonsatz an der Musikhochschule Weimar. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Orchesterstücke, Solokonzerte, Kammermusik, Lieder, Chorsätze, Volksliedbearbeitungen, Musik für den Unterricht, zahlreiche Arbeiten für Zupfinstrumente und eine Kinderoper.

Werke:

Aphorismen
Der unzufriedene Schneemann
Von seltsamen Tieren
Von seltsamen Tieren für tiefe Singstimme, Flöte und Gitarre

Heidi Stucki
* 16.04.1915 in Spiez † 2012

Heidi Stucki wurde als Heidi Kasser, Tochter des Schulinspektors Walther Kasser, in Spiez geboren. Sie besuchte die Schule in Spiez und wandte sich nach einem Jahresaufenthalt in der Haushaltungsschule Lucens dem Musikstudium am Konservatorium Bern zu, das sie 1937 bei Walter Kaegi mit dem Violinlehrdiplom abschloss.

Am 25. Oktober 1938 heiratete sie den Arzt Dr. W. Stucki, dem sie in dessen Arztpraxis in Riggisberg tatkräftig beistand. Schon während ihres Studiums gab sie Violinunterricht in der Blindenanstalt Spiez, leitete das Singen der Trachtengruppe Spiez und später die Trachtengruppe in Riggisberg. Ihre während vieler Jahre komponierten Lieder bestimmte sie für die jährlichen Arbeitswochen der Vereinigung für Tracht und Heimat sowie für die Trachtengruppe Riggisberg, und nicht zuletzt für ihre drei Kinder.
Als deren Mutter erteilte sie neben ihrer arbeitsreichen Tätigkeit in Haus, Praxis und Garten auch Violinunterricht und spielte mit ihrem Gatten zusammen mehr als 40 Jahre im Stadtorchester Thun mit.


Werke:

Du fragsch mi. 20 Lieder nach Texten von Balzli, Dietiker, Reinhart, Schütz, Weibel und Zulliger

Tielmann Susato

Tielman Susato war ein Komponist und Musiker der Renaissance und Betreiber eines Musikverlages in Antwerpen. Ob er flämischer oder deutscher Herkunft war, ist nicht klar, da er zwar in Antwerpen Musikalien herausgab, sein Name Susato aber auf die Stadt Soest in Westfalen hindeutet. Sein Vater war möglicherweise Tielman der blynde, der 1508 in Köln urkundlich erwähnt wird.

Über die Jugend und das frühe Mannesalter Susatos weiß man wenig. Sein Geburtsjahr kann auf das 2. Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts datiert werden, da er 1565 in einer Urkunde auf „out omtrent L jaeren“ („etwa fünfzig Jahre alt“) geschätzt wird.

In den Archiven von Antwerpen wird er 1530 als Kalligraph, Trompeter und Flötist erwähnt. Von 1543 bis zu seinem Tod arbeitete er als Musikverleger. Dabei entstand der erste niederländische Musikverlag. Diese waren bis dahin meist nur in Deutschland, Italien oder Frankreich zu finden. Kurz darauf gründeten auch Pierre Phalèse, Jan Bellerus, Christoffel Plantin und Jan de Laet Musikverlage in Antwerpen. So etablierte sich die Niederlande in Europa als Land der Musikdruckkunst.
Susato eröffnete wahrscheinlich ebenfalls einen Handel für Musikinstrumente. Außerdem versuchte er, Partnerschaften mit anderen Verlagen zu schließen, allerdings ohne Erfolg. 1561 übertrug Susato den Antwerpener Verlag auf seinen Sohn Jacob Susato, der allerdings bereits 1564 starb.

Tielman Susato übersiedelte zunächst nach Alkmaar, wo er sich möglicherweise wegen seiner calvinistischen Einstellung größere Toleranz erhoffte. 1564 erstellte er ein gemeinsames Testament mit seiner Ehefrau Elisabeth Peltz, die noch im gleichen Jahr starb.
Von 1565 an wurde er von seinem Schwiegersohn Arnold Rosenberger in diplomatische Missionen einbezogen und gelangte auf diesem Weg nach Schweden. 1570 ist er letztmals als deutscher Schreiber in Stockholm nachweisbar, danach verliert sich seine Spur.

Susato schrieb mehrere Messen und Motetten im damals üblichen polyphonen Stil und zwei- oder dreistimmige Vokalmusik für junge, wenig erfahrene Sänger. Seine vielleicht wichtigste Publikation waren die Souterliedekens von Clemens non Papa, Psalmenkompositionen, die die einzige Art von Musik darstellten, welche in der Calvinistischen Kirche akzeptiert waren. Sie waren in den Niederlanden im 16. Jahrhundert sehr beliebt. Im Unterschied zu den meisten Kompositionen der Zeit waren sie als Hausmusik gedacht.
Weiterhin schrieb er 1551 das Werk Het derde musyck boexken … alderhande danserye mit Instrumentalmusik, die auch heute noch oft aufgeführt wird. Diese war meist simpel und homophon gehalten und griff die damalige Volksmusik auf.

Neben eigenen Kompositionen veröffentlichte er auch Werke von anderen Komponisten, darunter von Benedictus Appenzeller, Josquin Baston, Antoine Barbe, Jacobus Clemens non Papa, Gheerkin de Hondt, Lupus Hellinck, Nicolas Liegeois, Carolus Souliaert, Johannes Ghiselin und Joris Vinders.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tielman_Susato)

Werke:

24 Tänze für Blockflötenquartett

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