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KomponistInnen
Alle Informationen rund um unsere Komponist/Innen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
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Geburtstage

Johann Erasmus Kindermann
* 29.03.1616 in Nürnberg
† 14.04.1655 in Nürnberg
Johann Erasmus Kindermann war ein Nürnberger Komponist.
Als Komponist bewies Kindermann eine ungewöhnliche Vielseitigkeit. Neben zahlreichen, für den liturgischen Gebrauch bestimmten Choralvorspielen und Choralbearbeitungen und weiteren selbständigen Orgelkompositionen schrieb er viele Orchesterstücke und Lieder für die Musikpflege im Nürnberger Patriziat.
Kindermann stand auch den Dichtern des Pegnesischen Blumenordens nahe, deren Werke er musikalisch umrahmte und ausgestaltete. Mit dem Ordenspräsidenten Sigmund von Birken war er befreundet. Bei ihm bestellte er kurz vor seinem Tod den Spruch zu seinem Grabstein und ein Lied zur Beerdigung.
Sehr produktiv war auch die Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Theologen Johann Michael Dilherr, dessen Predigten er vertonte.
Unter den Nürnberger Komponisten seiner Zeit zählt Kindermann zu den herausragendsten Begabungen.

Johann Erasmus Kindermann entstammte einer in Nürnberg alteingesessenen Kammmacherfamilie. Er hat vermutlich die Pfarrschule von St. Sebald besucht. Sein Musiklehrer war der damals an der Kirche von St. Sebald tätige Johann Staden.
Bereits 1631, also im Alter von erst fünfzehn Jahren, wurde er als Musiker an der Frauenkirche angestellt. Im Herbst 1634 oder im Frühjahr 1635 reiste er zu einem etwa einjährigen Studienaufenthalt nach Italien, wozu ihm der Rat der Stadt Nürnberg eine finanzielle Unterstützung gewährte. Dort hielt er sich vermutlich in Venedig, vielleicht auch in Rom auf.
Welche Musiker Kindermann in Italien aufsuchte, ist nicht mehr feststellbar. Möglicherweise sah er noch Claudio Monteverdi (1567-1643) und hatte persönliche Kontakte zu Francesco Cavalli (1599/1602?-1676), Giacomo Carissimi (1605-1674) und Girolamo Frescobaldi (1583-1643).
Im Januar 1636 kehrte er auf Weisung des Nürnberger Rates in seine Heimatstadt zurück und wurde als zweiter Organist an der Frauenkirche angestellt.
Am 25. April 1637 heiratete er Susanna Ditzlin (1616-1653), mit der er zwölf Kinder hatte. Da in Nürnberg die angesehensten und daher auch begehrtesten Organistenstellen von St. Sebald und St. Lorenz besetzt waren, versuchte Kindermann, in anderen Städten eine seinen Fähigkeiten entsprechende Stelle zu bekommen. So bewarb er sich 1637 und 1640, allerdings ohne Erfolg, um eine Anstellung an der Barfüßerkirche in Frankfurt am Main. Am 5. August 1640 bemühte er sich um eine Organistenstelle in Schwäbisch Hall. Mit dieser Bewerbung hatte er Erfolg. Er trat diese Stelle dann auch bereits im September an. Im gleichen Monat schon trat er wieder von dieser Position zurück und schlug den Nürnberger Organisten Georg Dretzel als Vertreter und Nachfolger vor, der dann auch angenommen wurde. Kindermann selbst aber bewarb sich noch im gleichen Jahr um die Organistenstelle an der Egidienkirche in Nürnberg, die er dann bis zu seinem Tode innehatte.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Erasmus_Kindermann)

Werke:

4 Sätze (1643) für zwei bis drei Blockflöten und Basso Continuo

Henrik (Enrico) Rung
* 30.03.1807 in Kopenhagen
† 12.12.1871 in Kopenhagen
Henrik (Enrigo) Rung war ein begabter dänischer Komponist. Er komponierte Opern, Singspiele und Lieder.
1871, in Henrik Rungs Todesjahr, komponierten sie zusammen eine Sammlung von 8 Duos (Originaltitel der Sammlung: „Duetti") für Mandoline und Gitarre, wobei sich die Kompositionen von Vater und Sohn abwechseln und fortlaufend nummeriert sind. Die jeweilige Reihenfolge der Duette wurde in der vorliegenden Ausgabe beibehalten, nicht aber die Nummerierung. Die Schreibweise der Vornamen weicht auf dem Titelblatt des Manuskripts von der dänischen Schreibweise ab und wurde für diese Urtextausgabe beibehalten. Das Manuskript ist heute im Besitz der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen, und es ist ein wichtiges und interessantes Bindeglied in der Literatur für beide Instrumente. Obwohl die Werke 1871 komponiert wurden, zu der Zeit als sich das Tremolo zur Hauptspieltechnik der Mandoline entwickelte, wird kein Tremolo verlangt.

Werke:

Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre
Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre

Gedenktage

Pietro Antionio Locatelli
* 03.09.1695 in Bergamo
† 30.03.1764 in Amsterdam
Pietro Antonio Locatelli (* 3. September 1695 in Bergamo; gest. 30. März 1764 in Amsterdam) war ein italienischer Violinist und Komponist.
Über Locatellis Kindheit ist wenig bekannt. In seiner frühen Jugend war er dritter Violinist mit dem Titel virtuoso in der cappella musicale der Kirche Santa Maria Maggiore zu Bergamo.Seine ersten Geigenlehrer waren vermutlich Ludovico Ferronati und Carlo Antonio Marino, beide Mitglieder der Kapelle und anerkannte Musiker. Kompositionslehre könnte ihm der Maestro di Cappella, Francesco Ballarotti, erteilt haben.

Im Herbst 1711 entließ ihn die bergamaskische Behörde auf sein Gesuch hin mit der Bemerkung, er gehe „con bona Ligenza [...] a Roma per aprofitare nella sua professione.“
Ab dem Herbst 1711 studierte Locatelli in Rom, wahrscheinlich bei Giuseppe Valentini, vielleicht auch kurz bei Arcangelo Corelli, der im Januar 1713 starb. Ein Brief Locatellis vom 17. März 1714 an seinen „Carissimo signor Padre“ in Bergamo beweist, dass Locatelli zu dieser Zeit fest in der compita accademia di varj instrumenti, der Hauskapelle des Fürsten Michelangelo I. Caetani (1685-1759), angestellt war, bei dem auch Valentini spätestens seit 1710 als Suonator di Violino, e Compositore di Musica wirkte.
Zwischen 1716 und 1722 war Locatelli außerdem Mitglied der Congregazione generale dei musici di S. Cecilia und wurde damit von dem adligen Prälaten und späteren Kardinal Camillo Cybo protegiert. Darüber hinaus gibt es Belege dafür, dass Locatelli Aushilfsdienste für andere römische Adelshäusern erfüllte, so beispielsweise des Öfteren für den Kardinal Pietro Ottoboni in der Kirche San Lorenzo e San Damaso – letztmals bezeugt für den 7. Februar 1723.

In seine römische Zeit fiel Locatellis Debüt als Komponist. 1721 erschienen in Amsterdam seine Camillo Cybo gewidmeten XII Concerti grossi op. 1.
Von 1723 bis 1728 bereiste Locatelli Italien und Deutschland. Nur Mantua, Venedig, München, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main und Kassel sind als Stationen bekannt. Vermutlich stammen die meisten seiner für den Konzertgebrauch geschriebenen und später in Amsterdam verlegten Werke, zumal die Violinkonzerte mitsamt den Capricci, aus dieser Zeit der Künstlerreisen. Ihr Vortrag konnte seinen Ruhm begründen. Ob das so war, ist unbekannt, denn es fanden sich kaum Berichte über seine Auftritte, die belegen können, wie er zu seinem Ruf, ein hochvirtuoser Violinist zu sein, gekommen ist.
Locatellis Wirken am Hof des Regenten von Mantua, des Landgrafen Philipp von Hessen-Darmstadt, ist durch eine Urkunde von 1725 verbürgt, in welcher der Landgraf Locatelli als „Nostro Virtuoso“ bezeichnete. Wie oft und in welcher Eigenschaft Locatelli am Mantuaner Hof als Musiker aufgetreten ist, lässt sich allerdings nicht nachweisen.
Ähnlich ist es in Bezug auf Venedig. Sicher war Locatelli dort, aber auch in diesem Fall ist weder der genaue Zeitpunkt, noch etwas über seine dortigen Tätigkeiten bekannt.

Von Locatellis Besuch in München gibt es lediglich eine Notiz: Am 26. Juni 1727 wurde „der fremde Virtuos Locatelli“ durch den „Directeur de la Music“ des Kurfürsten für einen Auftritt mit zwölf doppelten Goldgulden bezahlt. Ein knappes Jahr später, im Mai 1728, gastierte Locatelli am preußischen Hof zu Berlin. Wahrscheinlich war er zusammen mit August dem Starken und dessen Geleit von etwa 500 Personen – darunter Johann Georg Pisendel, Johann Joachim Quantz und Silvius Leopold Weiss – von Dresden nach Potsdam gekommen. Ein Bericht über Locatellis Auftreten vor König Friedrich Wilhelm I. hat anekdotische Züge und schildert Locatelli als einen selbstbewussten und eitlen Musiker in prunkvoller, diamantenverzierter Kleidung. Das adelige Publikum soll freilich das Geigenspiel Johann Gottlieb Grauns dem Locatellis vorgezogen haben.

Ein Eintrag Locatellis in das Stammbuch eines reichen Autographensammlers dokumentiert, dass Locatelli am 20. Oktober 1728 in Frankfurt am Main weilte. Der Eintrag enthält eine Miniaturfassung des Andante der Sonata III aus Opus 2 für ein Tasteninstrument. Letzte bekannte Station der Reisejahre war Kassel. Wegen „gethaner Auffwartung“ am Hofe des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel am 7. Dezember 1728 erhielt Locatelli die sehr hohe Vergütung von 80 Reichstalern. Der Organist Jacob Wilhelm Lustig berichtete 1786 von diesem Auftritt. Locatelli habe „große Schwierigkeiten krächzend“ aus seiner Violine herausgeholt, um die „Zuhörer zum Verwundern zu bringen.“

1729 zog Locatelli nach Amsterdam, wo er sesshaft wurde und bis zu seinem Lebensende wirkte. Er komponierte wenig, gab Dilettanten Violinunterricht und edierte seine Opera 1 bis 9 und Werke anderer Musiker. Aus einem Briefwechsel zwischen Locatelli und Giovanni Battista Martini weiß man, dass er Martinis op. 2 druckfertig machte. Seine wenig belegten öffentlichen und halböffentlichen Auftritte waren nur Musikliebhabern, nicht aber professionellen Musikern zugänglich. "[...] he is so afraid of People Learning from him, that He won't admit a Professed Musician into his Concert", schrieb ein Engländer, der ihn 1741 hören durfte.

Wohlhabende Musikliebhaber ermöglichten dem in Amsterdam unüberbotenen Virtuosen ein überdurchschnittlich gut situiertes Leben. Diese Gesellschaftsschicht reicher Kaufleute und städtischer Beamter bildete ein neues Mäzenatentum heraus. Anders als der europäische Adel waren diese Bürger nicht darauf aus, ein prunkvolles, repräsentatives Hofleben zu schaffen und dazu Musiker in Dauerstellung zu beschäftigen. Sie verlangten auch nicht nach sich jeweils spektakulär überbietenden neuen Kompositionen, sondern begnügten sich mit Anerkanntem, beispielsweise mit dem verhältnismäßig kleinen Œuvre Locatellis, an dessen Aufführungen sie als begeisterte Dilettanten mitwirkten. Im Salonleben des gehobenen städtischen Bürgertums war Locatelli als Virtuose und Komponist eine anerkannte, bewunderte und geförderte Größe.

1741 richtete er in seinem Haus einen Betrieb für den Verkauf von Saiten ein. 1742 wurde sein Einkommen in einer Schätzung der Personalsteuern mit 1500 Gulden jährlich eingestuft. Es war das höchste Einkommen aller Amsterdamer Musiker.
Warum sich über ihn von 1744, als er op. 8 veröffentlichte, bis 1762, als er op. 9 veröffentlichte, keinerlei Berichte von Lexigraphen und Zuhörern sowie von einheimischen und internationalen Musikjournalisten fanden, ist bisher nicht zu erklären.
Am 30. März 1764 starb Locatelli in seinem Haus in der Prinsengracht.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Pietro_Locatelli)

Werke:

2 Sonaten aus op. 2 für Altblockflöte und Bc.

Christian Friedrich Witt

† 31.03.1716 in Gotha
Christian Friedrich Witt war ein deutscher Kirchenmusiker und Komponist.
Er war der Sohn des Altenburger Hoforganisten Johann Ernst Witt und wurde von seinem Vater und Georg Caspar Wecker ausgebildet. Weitere Studien führten ihn nach Nürnberg, Salzburg und Wien. Im Jahre 1686 wurde er in Gotha Organist, im Jahr 1713 Kapellmeister.
Zu seinen bekannten Schülern zählen u.a. Hieronymus Florentinus Quell.
Er schrieb einige Dutzend Kantaten und gab im Jahre 1715 die Psalmodia Sacra heraus. Von ihm stammt die Melodie des Kirchenliedes Schmückt das Fest mit Maien (EG 135).
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_Witt)

Werke:

Drei Märsche für Blockflötenquartett


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