A A A
KomponistInnen
Alle Informationen rund um unsere Komponist/Innen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Geburtstage

Hasso Gottfried Petri
* 07.02.1927 in Berlin
† 08.12.2003 in Vechta
Hasso Gottfried Petri, geboren am 7. Februar 1927 in Berlin.
Musikstudien: Flöte bei Gustav Scheck u. a.; Blockflötenchor bei Hans Frenz; Klavier bei Hoffmann, Puchelt, Riebensam und Vischer; Komposition bei E. Schauss, K. von Wohlfurt, K. Doebler, Heinz-Friedrich Hartig und Boris Blacher.
Privatdozent an der Humboldt-Universität, Organist und Chorleiter, Dozent an der Volkshochschule Wedding.
Zusätzliches Studium in Schulmusik und schließlich Promotion zum Dr.phil. in Musikwissenschaft.

34 Jahre engagierter Schuldienst, zuletzt während 25 Jahren an der Liebfrauenschule in Vechta.
Aus der dortigen Abschiedslaudatio seien einige wesentliche Sätze zitiert:

"„Diese Jahre (des Schuldienstes) haben verdeckt, was als andere berufliche Möglichkeit in Ihnen gesteckt hätte: eine eher theoretische und / oder praktische Beschäftigung mit der Musik, nämlich als Pianist oder Flötist oder Komponist. Die letztgenannte Fähigkeit fand u. a. Beachtung mit einem 3. und einem 1. Preis beim Internationalen Komponistenwettbewerb in Vercelli. Das hieß: Sie konnten von 460 Bewerbern aus 36 Ländern das beste Ergebnis erzielen.

(...) Infolge Ihrer schweren Kriegsbehinderung (Beinamputation, die Red.) nahm Ihr Leben einen anderen als vorgesehenen Verlauf. Sie betätigten sich in Berlin an verschiedenen Musikschulen sowie am Rundfunk, studierten nebenbei Schulmusik mit dem Beifach Erdkunde. Tätigkeiten am Salvator Gymnasium Berlin und nach dem Bau der Mauer am Gymnasium Münstereifel folgten.

Über eine Gastvorlesung an der PH kamen Sie nach Vechta. (...) Es wundert mich, dass es der gebürtige Berliner in Vechta ausgehalten hat. Infolge der Kriegsverletzungen konnten Sie nie uneingeschränkt über Ihre physischen Kräfte verfügen. Sie versuchten es trotzdem. Die Musik bot in solchen Situationen lustvollen Umgang mit ihren ästhetischen Gebilden, oder Sie griffen zur Feder, um im Wort zu gestalten, was Sie innerlich bewegte. Ich erinnere an Ihre Gedichte, an Ihre Satiren. Ich erinnere an Ihre Tiffany- und andere handwerklich-künstlerischen Passionen.

Langeweile kannten Sie jedenfalls nicht. Und der Mut ging auch nie verloren. Da Sie eine grundsätzliche Abneigung gegen juristische Formalitäten hatten, dazu einen Widerwillen gegen Rechenoperationen, zum Beispiel bei der Vergabe von Punkten, lässt sich ermessen, worin die für Sie typische Belastung bestanden hat. (...) Punkte brauchen Sie künftig nicht mehr zu zählen, höchstens noch Takte und Lebensjahre, und das dürfte zweifellos klappen (...)."

Werke:

Musik aus Afrika. Für 2-3 Blockflöten
Musik aus China. Für 2-3 Blockflöten
Musik aus Indien. Für 2-3 Blockflöten
Musik aus Indonesien für 2-3 Blockflöten
Musik aus Israel für 2-3 Blockflöten
Musik aus Mexico für 2-3 Blockflöten oder Querflöten
Musik aus Südostasien (Birma und Kambodscha)
Musik aus Südostasien (Vietnam). Für 2-3 Blockflöten
Musik aus Ungarn. Für 2-3 Blockflöten
Zwei Sonaten

Baldur Böhme
* 07.02.1932 in Weimar
† 12.04.2008
Baldur Böhme erhielt seinen ersten Instrumentalunterricht (Klavier, Violine) im Alter von fünf Jahren durch seine Eltern, an 1942 durch die Professoren Robert Reitz und Walter Hansmann.
Als Musiker gab er bereits mit fünfzehn Jahren seinen ersten Violinabend in Weimar. Er veranstaltete regelmäßig Kammermusikkonzerte, u.a. mit dem Schumann Trio. Er war ab 1953 in mehreren sinfonischen Orchestern tätig: Orchester der Städtischen Bühnen Erfurt, 1. Geiger im Gewandhausorchester Leipzig sowie in der Staatsoper Berlin. Seine pädagogische Laufbahn als Lehrer für Violine begann 1966 und setzte sich in der Professur für Violine an der Franz-Liszt-Hoschule Weimar bis zu seiner Emeritierung 1997 fort. Auch als Dirigent wirkte Baldur Böhme erfolgreiche: er leitete zeitweise das Kammerorchester der Franz-Liszt-Musikhochschule. Seine ersten Kompositionen schrieb er mit 12 Jahren. Sein Kompositionslehrer wurde PRofessor Johann Cilensek. Mehrfach dirigierte er seine eigenen Kompositionen. 1985 war er Preisträger beim Internationalen Wieniawski-Kompositionswettbewerb Poznan/Posen (Polen).

Werke:

Sonate op. 114 Nr. 1
Trio op.100 Nr.1 (9')

Gedenktage

Giuseppe Torelli
* 22.04.1658 in Verona
† 08.02.1709 in Bologna
Giuseppe Torelli wurde 1658 in Verona geboren. Er wirkte in seiner Heimatstadt und anderen oberitalienischen Zentren.1684 wurde er in Bologna als Geiger in die Accademia Filarmonica aufgenommen und dort 1692 zum Hofkomponisten befördert. Drei Jahre später ging Torelli nach Wien und wurde 1697 Konzertmeister und Komponist am Hof des Markgrafen von Brandenburg.
Hier entstanden 1698 die Concerti musicali a quattro op. VI, die er Kurfürstin Charlotte Sophie von Brandenburg widmete. Sie bestehen aus 12 Werken für vier Stimmen.1701 kehrte er nach Bologna zurück und wirkte dort im neugegründeten Orchester unter seinem früheren Lehrer Giacomo Antonio Petri. Torelli starb 1709 in Bologna. Giuseppe Torelli war einer der bedeutenden italienischen Komponisten und Geiger des ausgehenden 17. Jahrhunderts.Sein Schaffen hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des Concerto grosso. Er führte auch die dreisätzige Form des Konzertes (schnell, langsam, schnell) ein, die später allgemein übernommen wurde. Sein Schaffen umfasst sieben Opusreihen mit insgesamt 84 bekannten Werken. Er führte um 1700 das Musizieren eines Geigensolisten mit dem Orchester ein, damals eine bahnbrechende Neuerung im Vergleich zum Concerto grosso, wo eine Solistengruppe eingesetzt wurde. Vorbild war die bereits hundert Jahre zuvor aufgekommene Opernarie. Torelli schrieb vor allem Sonaten, Concerti grossi und Solokonzerte.

Werke:

Concerti musicali op. VI Nr. 1

Jan Truhlár
* 06.07.1928 in Prag
† 08.02.2007 in Linz
Jan Truhlár, am 6. Juli 1928 in Prag geboren, studierte Komposition am Prager Konservatorium bei Franticek Picha und Gitarre bei Štepán Urban und an der Prager Akademie der Musischen Künste bei Pavel Borkovec.
1963 gewann er den ersten Preis für sein Quartett für Flöte, Violine, Violoncello und Gitarre, 1964 den zweiten Preis für sein Konzert für Gitarre und Orchester im Concours International de Guitare, der vom Pariser ORTF (Office de Radiodiffusion Télévision Française) veranstaltet wird. Nach der Okkupation der Tschechoslowakei durch die Sowjetunion 1968 galt er als "nicht empfohlener" Komponist. Nach seiner Emigration lebte er in Linz (Österreich). Jan Truhlár verstarb am 8. Februar 2007 im Alter von 79 Jahren.

Werke:

Scherzo und Bagatela
Strimpelando op.82


Copyright © 2018
by PAN Verlag GmbH
Niederlassung Deutschland
Naumburger Straße 40
34127 Kassel/Germany

Tel. +49 (0)561 - 500 493 60
Fax +49 (0)561 - 500 493 20
e-Mail: info@pan-verlag.com

ADMINPANEL
Benutzername   
Passwort