A A A
KomponistInnen
Alle Informationen rund um unsere Komponist/Innen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Geburtstage

Willem de Fesch
* 26.08.1687 in Alkmaar
† 03.01.1761 in London
Der niederländischen Komponisten Willem de Fesch wurde am 26. August 1687 in Alkmaar geboren. Über seine Kindheit ist nichts bekannt. Seit 1710 lebte er als viel geschätzter Violinlehrer und -virtuose in Amsterdam.
Unterricht hatte er möglicherweise bei seinem späteren Schwiegervater Karl Rosier, einem bekannten Violinisten und seit 1701 Ratskapellmeister der Stadt Köln.
De Fesch spielte viele beachtete Konzerte in Amsterdam und Antwerpen. In den Rechnungen des dortigen „Aalmoezenierstheaters“, in dem er in den Jahren 1718, 1719 und 1722 wiederholt auftrat, wird er als „Burger en Musieckmeester te Amsterdam“ bezeichnet.
Im Jahr 1725 wurde de Fesch Nachfolger von Alfonse d’Eve, Kapellmeister an der Kathedrale von Antwerpen. Zu seinen Aufgaben gehörten die Leitung von Musikaufführungen während der Gottesdienste sowie der Unterricht und Unterhalt der Kapellknaben. De Fesch hatte offensichtlich eine jähzornige Veranlagung, was recht bald zum Zerwürfnis mit der Kapitelleitung führte. Den Kirchenakten (acta capituli) ist zu entnehmen, dass er die großen und kleinen Sänger unmenschlich behandelt hat. 1730 schließlich reichte er sein Rücktrittsgesuch ein.
Zwei Jahre später zog er mit seiner Familie nach London. Die Stadt zählte zu der Zeit zu den größten Musikzentren Europas. In den Jahren 1733 und 1740 wurde sein Oratorium „Judith“ mit Erfolg aufgeführt. Sein Renommee als Geiger wird in zeitgenössischen Schriften beschrieben: „a respectable professor on the violin“. 1746 spielte er in Händels Orchester die 1. Violine. 1748 und 1749 leitete er das Orchester von Marylebone Gardens. De Fesch starb am 3. Januar 1761 in London.

Zu seinen Werken gehören Oratorien, eine Messe, Lieder in englischer Sprache, Instrumentalkonzerte und zahlreiche Kammermusikwerke in verschiedenen Besetzungen.
Grete Zahn hat 3 Sonaten aus op. 7 und 3 Sonaten aus op. 8 für zwei Altblockflöten und B. c. bearbeitet. Den drei Sonaten aus op. 7 liegt ein Druck aus dem Jahr 1733 zugrunde. Sein op. 8 beinhaltet neben sechs Sonaten für zwei Violoncelli auch sechs Sonaten für Violine und Bass. Ihr Erscheinen wurde 1736 in der Londoner Daily Post angekündigt mit dem Hinweis „several of them are proper for the German Flute“ „einige von ihnen eignen sich für das Spiel mit der Traversflöte“.

Werke:

3 Sonaten aus op. 7 für zwei Altblockflöten und Bc.
3 Sonaten aus op. 8 für Altblockflöte und B. c.
Sonate G-Dur

Conny Campagne
* 26.08.1922 in Amsterdam
Conny Campagne wurde am 26. August 1922 in Amsterdam geboren. Sie lebte eine zeitlang auf Java, einem bis Ende 1949 niederländischen Kolonialbezirk in Indonesien. Ihr Vater leitete in dem Gebirgsort Bandung eine Musikschule.
Ihre Pläne, die Schule später zu übernehmen, konnte Sie aufgrund der Japanischen Invasion nicht verwirklichen. Bis 1946 befand sie sich einige Jahre in japanischer Internierung. Nach ihrer Befreiung kehrte sie in die Niederlande zurück und lebt seither in Den Haag. Die Komponistin wurde in den Hauptfächern Klavier und allgemeine Musikerziehung, sowie im Nebenfach Bratsche ausgebildet. Später studierte sie als Hauptfach Blockflöte bei G. Vellenkoop und F. Conrad und Komposition bei J. Th. Lohmann und Fritz Büchtger. Während dieser Zeit hat Conny Campagne ihren persönlichen Kompositionsstil entwickelt, der insbesondere geprägt ist durch mannigfaltige Folkore-Elemente, die sie während ihres Aufenthaltes auf Java intensiv studieren konnte.

Werke:

10 ungarische Tänze
Country dances
Suite für zwei Altblockflöten
Tanzfolge (1993)
Trio

Gedenktage

Josquin des Près

† 27.08.1521 in Condé-sur-l'Escaut
Josquin Desprez war ein franko-flämischer Komponist und Sänger.
Josquin Desprez beherrschte alle kompositorischen Techniken der Frührenaissance meisterhaft und gilt als bedeutendster Vertreter dieser Zeit. Er war schon zu Lebzeiten ein berühmter Komponist.
Jossequin Lebloitte dit Desprez wurde wahrscheinlich um 1450 oder etwas später als Sohn des Gossard Lebloitte dit Desprez (†1466 (?)) und dessen Ehefrau, vielleicht einer Jeanne, geboren. Sein Geburtsort lag wohl im Hennegau, wahrscheinlich in der Nähe von Saint-Quentin. Kindheit und Jugend Josquins sind nicht dokumentiert. Vielleicht war er Chorknabe in Saint-Quentin.
Falls der im Sängergebet Loyset Compères genannte „Josquin“ mit unserem Komponisten identisch ist, erfreute er sich bereits vor 1474, vielleicht sogar schon 1468 hoher Wertschätzung unter seinen Kollegen, denn er wird in einem Atemzug mit Antoine Busnoys, Johannes Ockeghem, Johannes Tinctoris, Johannes Regis und Guillaume Du Fay genannt.
Wann Josquin Schüler Ockeghems war, ist nicht bekannt. Wie aus der auffallend häufigen Verwendung ockeghemscher Themen im Frühwerk Josquins hervorzugehen scheint, hat der Jüngere Ockeghem sehr bewundert. Nach 1497 komponierte Josquin auf den Tod Ockeghems die Nänie Nymphes des bois.
Im April 1477 ist Josquin als Mitglied der Kapelle des in Aix-en-Provence residierenden Herzogs René von Anjou dokumentarisch nachweisbar. Diese Anstellung bestand spätestens seit Anfang 1475. Im März 1478 wurde Josquin die erste freiwerdende Präbende an der Kollegiatskirche Sainte-Maxe-du-Chateau in Bar-le-Duc versprochen. Josquin trat diese Präbende nicht an. Als Herzog René 1480 starb und seine Herzogtümer Anjou und Bar an den französischen König Ludwig XI. fielen, übernahm dieser die Kapelle des Verstorbenen. Ludwig, im September 1481 an einem Schlaganfall erkrankt, ließ in der Sainte-Chapelle des königlichen Palastes zu Paris eine von ihm gestiftete Messe täglich um sieben Uhr morgens von acht Sängern aus der früheren Kapelle des Herzogs singen. Es ist gut möglich, dass Josquin zu diesen Sängern gehörte. Anscheinend machte Josquin den König mit der Motette Misericordias Domini auf sein Talent aufmerksam. Deren Text hatte der König auf fünfzig riesige Pergamente schreiben und in den Räumen seiner Residenz (Plessis-lès-Tours) aufhängen lassen.

Im Frühjahr 1483 hielt sich Josquin in Condé-sur-l’Escaut auf, wo er seinen Anspruch auf Grundbesitz anmeldete, den sein Onkel Gilles Lebloitte und dessen Ehefrau Jacque Banestone ihm vererbt hatten. Anlässlich dieses Aufenthaltes erhielt Josquin ein Weingeschenk von der dortigen Hauptkirche Notre-Dame.
1483/84 ging Josquin nach Italien, allerdings nicht schon vor 1459, wie lange angenommen. Bei dem Josquin, der um 1459 als Biscantor am Mailänder Dom tätig war und in den 1470er Jahren der Hofkapelle des Mailander Herzogs angehörte, handelt es sich um den 1498 verstorbenen Josquin de Kessalia (auch Jodocus de Francia, de Alamania, Joschino di Picardia).
Am 19. Juni 1484 ist Josquin im Haushalt des mächtigen Kardinals Ascagnio Sforza (1455–-1505) nachweisbar. Josquin hatte sich wegen seiner Pfründe an der Kirche Saint-Aubin mit der Bitte an die Kurie gewandt, von der Residenzpflicht und der Amtsvoraussetzung der Priesterschaft entbunden zu werden, und sich bei dieser Gelegenheit als capellanus et familiaris continuus commensualis des Ascagnio bezeichnet. Als Prokurator hatte er einen hohen Beamten der Hofkanzlei Ludwigs XI. genannt. Im August 1484 siedelte Ascagnio nach Rom über\semikolon Josquin scheint ihn begleitet zu haben. Doch bereits 1485 war Josquin mit Vorbereitungen befasst, den Haushalt Ascagnios zu verlassen. Wahrscheinlich fand er beim Herzog von Mailand, Gian Galeazzo Sforza (1469–-1494), Anstellung\semikolon wenigstens wird er in einem Dokument vom Februar 1489 „Sänger des Herzogs“ genannt.

1486 wurde Josquin Mitglied des Päpstlichen Kapellchores in Rom. Er ist dort von September 1486 bis Januar 1487, im September 1487 und von Juni 1489 bis März 1494 als anwesend verzeichnet. Aus verschiedenen Dokumenten geht hervor, dass Josquin der Päpstlichen Kapelle wenigstens bis zum 30. November 1494 oder sogar bis zum 28. Februar 1495 angehört hat. Zu seinen Kollegen zählten u. a. Gaspar van Weerbeke und Marbriano de Orto. In dieser Zeit bemühte sich Josquin verstärkt um Pfründen, wobei er selbst Rechtsstreitigkeiten nicht scheute. So wurde im Februar 1489 vor dem französischen Parlament der Rechtsstreit Josquins über ein Benefizium an Saint-Aubin verhandelt. Am 9. September 1489 erhielt Josquin durch päpstlichen Erlass rückwirkend zum 1. November 1486 eine Präbende und ein Kanonikat in Saint-Omer, zugleich die Expektanz (Anspruch) auf ein dem Benediktinerkloster Saint-Ghislain gehörendes Benefizium. Am 8. November 1493 begannen Ermittlungen gegen Emericus de Honstat, einen Kaplan an der Wallfahrtskirche von Basse-Yttre bei Nivelles, gegen den Josquin den Vorwurf der Simonie erhoben hatte. Außerdem sprach man Josquin zwei Pfründen an Kirchen bei Frasnes zu. Schließlich wurde Josquin rückwirkend zum 9. November 1494 das Kanonikat und die Präbende von Saint-Géry in Cambrai verliehen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Josquin eine dieser Pfründen angenommen hat. Nach seiner Zeit in Rom scheint Josquin in Beziehung zum burgundischen Hof Philipp des Schönen gestanden zu haben. Darauf lässt der Umstand schließen, dass er um 1495 dem Erzherzog sein Stabat mater schickte. Wie es scheint, fand Josquin vorerst keine Anstellung im Norden und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass er 1498/1499 wieder dem Haushalt des Kardinals Ascagnio angehörte. Jedenfalls wird in zwei Briefen ein Juschino erwähnt, der damit beauftragt war, ein Rudel Jagdhunde nach Rom zu bringen.

Um 1500 scheint Josquin einige Jahre Mitglied der Hofkapelle des französischen Königs Ludwig XII. (†1515) gewesen zu sein. Glarean berichtet, Josquin habe die Motette Memor esto verbi (Gedenke des Wortes) geschrieben, um den König an ausstehende Lohnzahlungen zu erinnern, die Motette Bonitatem fecisti (Du hast Gutes getan) aber, um sich für die Erfüllung irgendeines Versprechens zu bedanken. Dabei könnte es sich um die Übertragung eines Kanonikats in Saint-Quentin gehandelt haben. Dass Josquin dieses tatsächlich innehatte, geht aus Dokumenten vom 30. Mai 1503 hervor. Außerdem, so Glarean weiter, habe Josquin ein Stück geschrieben, in welchem er den geringen musikalischen Fähigkeiten Ludwigs XII. (oder doch eher Ludwigs XI.) auf scherzhafte Weise Rechnung getragen habe.

In einem Brief vom 14. August 1502 machte Girolamo da Sestola (Il Coglia) seinem Dienstherren Herzog Ercole I. d’Este von Ferrara († 1505) den Vorschlag, Josquin das seit 1497 verwaiste Amt des Hofkapellmeisters zu geben. Wenig später, am 2. September 1502, empfahl Gian di Artiganova, auch er auf der Suche nach einem Hofkapellmeister, die Anstellung Heinrich Isaacs, der ihm für den Posten williger und geeigneter erschien und auch nicht so hohe Gehaltsforderungen wie Josquin stellte. Der Herzog entschied sich für Josquin und gewährte diesem ab März 1503 Bezüge. Doch erst Ende April 1503 traf Josquin, aus Frankreich kommend, in Ferrara ein. Im Sommer 1503 brach dort die Pest aus, weshalb der Herzog im September seinen Hof nach Comacchio verlegte. Die Epidemie dauerte bis Anfang 1504, brach aber auch später immer wieder aus. Dies war vielleicht der Grund, weshalb Josquin Ferrara bereits nach einem Jahr verließ. Für den Herzog hat Josquin sein Miserere komponiert.
Am 3. Mai 1504 wurde anlässlich der Errichtung einer neuen Kirchturmspitze für Notre Dame in Condé-sur-l’Escaut die Aufnahme von vier neuen Kanonikern erwähnt, unter ihnen Monsieur le prevost messire Josse de pres. Zu dieser Kirche hatte Josquin spätestens ab den 1470er-Jahren enge Beziehungen unterhalten, durch Tausch mit seiner Präbande in Saint-Quentin kürzlich hier sogar ein Benefizium erlangt. Als Propst übte Josquin die weltliche Macht im Sprengel aus. Der Gottesdienst wurde hier mit größerem Aufwand als in anderen Kirchen gleichen Ranges gefeiert. Der Chor umfasste 16 Vikare und sechs Chorknaben, was die Aufführung sechstimmiger Musik ermöglichte.

Aus Josquins letztem Lebensabschnitt ist wenig bekannt. Am 23. Mai 1508 teilte das Kapitel der Regentin der Niederlande, Margarete von Österreich, mit, dass Josquin sich guter Gesundheit erfreue. Offenbar war man am Hofe Margaretes davon ausgegangen, dass der am 20. Mai 1508 verstorbene Duwez bis zu seinem Tode Propst in Condé gewesen war. Dies lässt erkennen, dass Margarete Josquin nicht kannte und keine Vorstellungen von seinem Aufenthalt hatte. Im Mai 1509 verhandelte Josquin mit Rom wegen eines Benefiziums in Arras, im Januar 1513 wegen eines Benefiziums in Tournai. 1519 bat Margarete Josquin, sich für die Einsetzung eines Jehan Lommel als Dekan in Condé einzusetzen.
Am 23. August 1521 suchten Stadtbeamte Condés Josquin auf, um die Rechtmäßigkeit seines Anspruchs, gewisse Rechte zu vererben, zu überprüfen. Josquin sagte von sich, dass er ein Ausländer von jenseits des Flusses Noir Eauwe ([Eau Noire]) sei, also von jenseits der Grenze stamme. Am 27. August 1521 starb Josquin Desprez. Er vererbte der Kirche Notre Dame ein Haus und Grundbesitz in Condé mit der Auflage, daraus die Kosten für verschiedene Gedächtnisgottesdienste zu finanzieren. Diese bestanden darin, an Marianischen Festtagen und den Samstagen des Jahres jeden Abend das Salve zu feiern und während der allgemeinen Prozessionen die von ihm komponierte Motette Pater noster/Ave Maria vor seinem Haus, das sich am Marktplatz befand, zu intonieren. Josquin wurde in Condé-sur-l’Escaut (Frankreich) begraben, sein Grab 1793 zerstört.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Josquin_Desprez)

Werke:

2 Italienische Lieder für 4 Stimmen oder Instrumente
L´homme armé 4 Sätze für 4 Instrumente
Mille regretz / Les miens aussi für 4 Stimmen oder Instrumente

Ludwig Helten
* 23.12.1920
† 30.08.2016 in Willich
Ludwig Helten studierte Violine, Musikwissenschaft, Musiktheorie, Komposition und Volksliedkunde. .
Hauptberuflich war er als Muikpädagoge tätig. Nebenher war er Chorleiter und Leiter von Zupforchestern. Zu vielen seiner Werke wurde er durch die Leitung des „Rheinischen Zupforchesters“ angeregt, dessen Entwicklung er bis 2007 über 30 Jahre lang prägte. Ludwig Helten starb am 30. August 2016 in Willich-Schiefbahn.

Werke:

Jamaica Variationen für Zupforchester
Partita
Romanze und Rondo
Spielmusik Nr. 1


Copyright © 2018
by PAN Verlag GmbH
Niederlassung Deutschland
Naumburger Straße 40
34127 Kassel/Germany

Tel. +49 (0)561 - 500 493 60
Fax +49 (0)561 - 500 493 20
e-Mail: info@pan-verlag.com

ADMINPANEL
Benutzername   
Passwort