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KomponistInnen
Alle Informationen rund um unsere Komponist/Innen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
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Geburtstage

Karl Heinz Taubert
* 16.12.1912 in Stettin
† 03.01.1990 in Berlin
Am 16.12.1912 wurde Karl Heinz Taubert in Stettin/Pommern geboren.
1931 beendete er in Stettin die Schule mit dem Abitur.
Es folgte ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin mit abschließenden Examina 1933/34 in Klavier, Gehörbildung und Rhythmik.
Ebenfalls an der Staatlichen Hochschule für Musik begann Taubert 1934 als Dozent in den gleichen Fächern.
Ab 1937 wurde er Leiter des Seminars für Rhythmik. Schon während der Schulzeit begann Taubert eine Konzerttätigkeit als Pianist, die nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit Verpflichtungen in fast allen europäischen Rundfunksendern ihre Fortsetzung fand.
Es folgte ab 1950 eine intensive Beschäftigung mit historischen Tänzen und als Folge dessen der Aufbau einer Tanzgruppe mit Studierenden der Hochschule, dem heutigen "Ensemble historischer Tanz Berlin Hochschule der Künste", dessen Repertoire etwa 100 Tänze aus 4 Jahrhunderten umfasst.

Weitere Daten in Kurzform:
- Zahlreiche Engagements im In- und Ausland
- Kulturfilm (getanzte Suite)
- drei Fernsehfilme "Aufforderung zum Tanz", Tänze des 16.-19. Jhdts. umfassend
- Lehrtätigkeit und Vorträge in Europa
- Kompositionen vor allem kammermusikalischen Charakters
- Neuausgaben alter Musik (u.a. unbekannte Werke von Leopold und W.A. Mozart und Karl Friedrich Zelter)
- Anthologien (u.a. "Das große Buch der Kinderlieder", Wien 1983)
- Pädagogik: Neue Praktik der Gehörbildung, historischer Tanz
- Bücher und Schallplatten (u.a. "Höfische Tänze" und "Die Anglaise")
- 1987 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
- 1990 sollte die Verleihung des Deutschen Tanzpreises folgen, doch am 3.1.1990 verstarb der Pianist, Komponist, Pädagoge und Experte für historische Tänze, Herr Professor Karl Heinz Taubert in Berlin.
(Quelle: http://www.rieserler.de/autoren/autor_Taubert.htm)

Werke:

12 kleine Tanz- und Spielstücke für Klavier mit Choreographien und Anregungen zu Improvisation und Bewegungsgestaltung
Barock-Tänze
Barock-Tänze
Das Menuett
Das Menuett, Musikalisches Würfelspiel. Paris 1786, veröffentlicht im "Journal des Luxus und der Moden"
Das Menuett. Geschichte und Choreographie
Die Anglaise
Die Anglaise. Mit dem Portefeuille Englischer Tänze
Die Anglaise. Portefeuille
Menuett für das Pianoforte (4 händig)

Joseph Bodin de Boismortier
* 23.12.1689 in Thionville
† 28.10.1755 in Roissy-en-Brie
Der als französischer Telemann bezeichnete Komponist räumte der Flöte einen solch exklusiven Platz innerhalb seines Schaffens ein, dass er zu den herausragenden Komponisten des 18. Jh. für dieses Instrument zu zählen ist.
Boismortier erhielt seinen ersten Musikunterricht, nachdem die Familie 1691 in Metz ansässig geworden war. Sein Vater war Konditor und ehemaliger Soldat aus der Nähe von Berry. Seinem Musiklehrer Joseph Valette de Montigny, einem bekannten Motettenkomponisten, folgte er 1713 nach Perpignan, wo er zunächst als Steuereintreiber für die Königliche Tabakgesellschaft arbeitete. Zuvor spielte er 1711 im Orchester des Herzoges Leopold, das in Nancy der Leitung des berühmten Henri Desmarest unterstand.

Am 20. November 1720 heiratete er Marie Valette, Tochter eines wohlhabenden Goldschmiedes und die Nichte seines Lehrers, in der Kathedrale von Saint-Jean de Perpignan. 1721 wurden seine ersten Kompositionen verlegt: Zwei airs à boire. Er gelangte an den Hof der Herzogin von Maine bei Sceaux und schließlich nach Paris, wo ihm eine erfolgreiche Karriere als galanter Komponist gelang. Am 15. November 1722 wurde seine Tochter Suzanne Bodin de Boismortier geboren. Er kündigte kurz darauf seine Anstellung als Kassenbeamter und brach, wieder auf Anraten seines Gönners d’Andrezel, zur Eroberung von Paris auf. Er machte in Agen Station, wo er mit seiner neugeborenen Tochter die Familie der Brüder l’Abbé, Musikerzieher der Saint-Caparais Kirche, besuchte.
In Paris zog er in die Rue Saint-Antoine. Sein Haus befand sich direkt bei dem Jesuiten-Kloster, dort lebte er bis zum Tod seiner Frau.
1753 zog er sich aus der Musikerszene zurück, entnervt vom Buffonistenstreit, einem Streit zwischen den Anhängern der französischen und der italienischen Tradition. Seinen Ruhestand verbrachte er auf dem Anwesen La Gâtinellerie bei Roissy-en-Brie, wo er auch starb.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Bodin_de_Boismortier)

Werke:

Sixième Sonate op. 91 Nr. 6

Gedenktage

Johann-Adolf Hasse
* 25.03.1699 in Bergedorf
† 16.12.1783 in Venedig
Johann Adolph Hasse (italianisiert Giovanni Adolfo; getauft 25. März 1699 in Bergedorf; † 16. Dezember 1783 in Venedig) war ein einflussreicher deutscher Komponist des Spätbarock. Sein Ruhm zu Lebzeiten gründete sich hauptsächlich auf seinen Opern im italienischen Stil.
Hasses Zeitgenossen bewunderten an seiner Musik ihre vornehme Schlichtheit und das Geschick, mit dem er ohne großen Aufwand glänzende, nie aufdringliche Effekte erzielte. Aus heutiger Sicht mag seine Musik weniger originell als etwa diejenige Händels erscheinen. Sie scheint weniger Ausdruck einer individuellen Persönlichkeit zu sein als vielmehr die Erfüllung dessen, was seiner Zeit als musikalisches Schönheitsideal vorschwebte.

Alies Erdmann
* 30.11.1911 in Dortmund
† 20.12.2006 in Troisdorf
Frau Prof. Alies Erdmann war bekannt als eindringliche und herausragende Persönlichkeit und Vertreterin des Faches Rhythmik.
1957 wurde sie an die Hochschule für Musik in Köln berufen, nachdem sie 10 Jahre am Neuaufbau des Ausbildungszweigs Rhythmik am Städtischen Konservatorium West-Berlin gearbeitet hatte.
Bis 1977 leitete sie das Hauptfach Rhythmik, ermöglichte dort die künstlerische Reifeprüfung und entwickelte vertiefend die künstlerische Darstellungslehre in der Opernschule.
Nach ihrem Eintritt in den aktiven Ruhestand hielt sie weiterhin zahlreiche Seminare, veröffentlichte mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze.
1993 rief sie die Symposien "Rhythmik in Wissenschafi und Praxis " ins Leben.
1993 - 2000 fanden sieben Symposien an der Hochschule für Musik in Düsseldorf statt, das achte im Jahr 2002 an der Musikhochschule " Carl Maria von Weber " in Dresden. Trotz ihres hohen Alters und aller Schwierigkeiten lud sie im August 2006 noch zu einem 2 1/2tägigen 9. Symposion mit dem Thema: "Rhythmik - Erziehen oder Ausbilden?" in die Akademie Remscheid ein. Wegen Erkrankung musste es Mitte Juli 06 abgesagt werden.

Bis zuletzt war Frau Prof. Erdmann bemüht ihrer ganzen Überzeugung und Vorliebe für das Fach Rhythmik eine Zukunft und ein zu Hause zu geben.
In den Jahren 2002 bis 2006 gab es umfangreiche Planungen und Arbeiten zum Erhalt und Weiterentwicklung ihrer Symposien und zur Bekräftigung und Erläuterung des vor allem an den Hochschulen vom Sterben bedrohten Faches Rhythmik. Mehrmals initiierte sie Gesprächstreffen für Fachkollegen und Interessierte wiederholt mit Fragen zur Zukunft der Rhythmik und der bedrohten Eigenständigkeit des Faches. Daneben die dringliche Frage nach der Weiterfühning und Weiterentwicklung der Symposien und Vorbereitungen zu einer die Zukunft ihres Lebenswerkes dienenden Stiftung.

In allen ihren Aktivitäten war sie bestrebt das Fach einer breiteren Öffentlichkeit verständlich und zugänglich zu machen und ihm im Rahmen der Hochschulen, insbesondere der Musikhochschulen und Universitäten, als eigenständiges Fach, wieder Anerkennung und die ihm gemäße Bedeutung zu geben. Im Besonderen ist ihr die Möglichkeit der künstlerischen Reifeprüfung im Rahmen des Hochschulstudiums zu verdanken, welche im Jahr 1973 nach längerer Unterbrechung in Köln wieder aufgenommen wurde und seit 1986 als fester Bestandteil des Studienzweigs Rhythmik (als 2-jähriges Erweiterungsstudium) anerkannt wurde. (Erstmals 1953 unter ihrer Ausbildung in Berlin.)
Frau Prof. Erdmann verdeutlichte immer wieder das Fach Rhythmik als eine Disziplin mit absoluter Eigenständigkeit. Sie kämpfte für die der Rhythmik eigenen Bewegungslehre, unabhängig von anlehnenden Gebieten wie Tanz, Gymnastik oder Sport. Ihre Bücher sprechen ausführlich und deutlich dazu. An Aktualität und Überzeugungskraft haben sie nicht verloren. Frau Prof. Erdmann hat außerordentlich viel bewirkt und geleistet, entscheidende Wege geebnet und zeitlebens an der Entwicklung, Verbreitung und Akzeptanz dieses besonderen Faches gearbeitet.
Im Sommer 2006 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand sehr. Die meiste Zeit verbrachte sie von da an im Krankenhaus. Mit tiefem Bedauern mussten wir kurz vor Weihnachten so unerwartet von ihr Abschied nehmen.
(http://www.rhythmik-netzwerk.de/downloads/nachrufzufrauprof.alieserdmann.pdf)

Werke:

Zusammenhänge. Eine Forderung nach mehr Rhythmik


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