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KomponistInnen
Alle Informationen rund um unsere Komponist/Innen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
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Geburtstage

Frederik (Federigo) Rung
* 14.06.1854
† 22.01.1914
Frederik (Federigo) Rung (1854-1914), der Sohn von Henrik (Enrico, 1807-1871) schrieb Bühnenwerke, 2 Sinfonien, kleinere Orchesterstücke, Kammermusik, Choräle und Lieder, machte aber vor allem Karriere als Dirigent.
1871, im Todesjahr seines Vaters Henrik, komponierten sie zusammen eine Sammlung von 8 Duos (Originaltitel der Sammlung: „Duetti") für Mandoline und Gitarre. Die Kompositionen von Vater und Sohn wechseln sich hier ab, sind aber fortlaufend nummeriert. Die jeweilige Reihenfolge der Duette wurde in der vorliegenden Ausgabe beibehalten, nicht aber die Nummerierung. Die Schreibweise der Vornamen weicht auf dem Titelblatt des Manuskripts von der dänischen Schreibweise ab und wurde für diese Urtextausgabe beibehalten. Das Manuskript ist heute im Besitz der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen, und es ist ein wichtiges und interessantes Bindeglied in der Literatur für beide Instrumente. Obwohl die Werke 1871 komponiert wurden, zu der Zeit als sich das Tremolo zur Hauptspieltechnik der Mandoline entwickelte, wird kein Tremolo verlangt.

Werke:

Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre
Quadro Duetti für Mandoline und Gitarre

Franz-Michael Deimling
* 14.06.1953 in Schwelm
Seit 1988 ist Franz-Michael Deimling Leiter der Kreismusikschule Plön. Franz-Michael Deimlings Arbeitsschwerpunkte sind: vorinstrumentaler Unterricht, Nahtstelle Grundstufe - Instrumentalunterricht und Anfangs-Instrumentalunterricht mit relativer Solmisation. 1983 entwickelte er das Unterrichtsmodell des Instrumentenkarussells, das mittlerweile an den meisten Musikschulen im Einsatz ist. Zudem ist er Verfasser verschiedenster Unterrichtswerke.
Franz-Michael Deimling war Leiter des Berufsbegleitenden Lehrgangs „Elementare Musikpädagogik“ (1990-2010) und ist stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Musikschulen (LVdM) in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus wirkt er in verschiedenen Arbeitsgruppen des Verbandes deutscher Musikschulen mit (u.a. "Neue Steuerungsmodelle" und "Pro-Kontrabass"). Seit 2011 ist er Social-Media-Beauftragter des VdM.

Werke:

Erste Plöner Musik für Schulorchester (Partitur)
Prinzenhaus-Pastiche
Saiten.City (P&St)

Gedenktage

Orlando di Lasso
* 30.11.1531 in Mons, Burgundische Niederlande
† 14.06.1594 in München
Vor mehr als 450 Jahren wurden Knaben ihrer „hellen, lieblichen Stimmen“ wegen entführt. Dass es diesen entführten Jungen zuweilen auch noch außerordentlich gut ging, hört sich wie ein Märchen an. Und doch gehörte der vor über 480 Jahren in Mons im Hennegau (heute Belgien) geborene Orlando di Lasso zu jenen begnadeten Wesen, denen nach ihrer Entführung eine sagenhafte Karriere gelang.
Durch Entführung berühmt geworden? Der „Fürst der Musiker“ Orlando di Lasso (um 1532-–1594)

Dreimal gekidnappt, trat der Knabe mit 12 Jahren in den Dienst seines letzten Entführers, des Vizekönigs von Sizilien, Ferrante Gonzago. Durch ihn erhielt er Zugang zu höchsten Adelskreisen und lernte die italienische Volksmusik sowie die Improvisation der Commedia dell´arte kennen.
Schon bald machte er sich auch mit eigenen Kompositionen einen Namen. So fand er nach seinem Stimmbruch im Marchese della Terza in Neapel einen neuen Brotgeber. Bei diesem ergänzte er seine Bergener Schulung durch eine umfassende humanistische Bildung und wurde zu einem Sprachgenie. Musikalisch ließ er sich in jener Zeit von Straßenmusikanten und Tänzen inspirieren.
Mit knapp 20 Jahren von Kardinal Altoviti nach Rom in die Laterankirche berufen, schien sein Stern nicht mehr untergehen zu können. Als seine Eltern jedoch schwer erkrankten und wenig später verstarben, kündigte Orlando seine Stelle und kehrte in seine Heimat zurück.
Dort blieb der originelle Schöpfer von mehr als 2.000 Kompositionen, die das gesamte musikalische Stilspektrum seiner Epoche umfassten, jedoch nicht lange. Denn die Herausgabe von ungefähr 100 Individualdrucken seiner Motetten, Madrigale und Chansons machte ihn zum Anziehungspunkt fürstlicher Aufmerksamkeiten.
Als Orlando schließlich im Jahr 1556 in die Dienste des Herzogs Albrecht von Bayern trat, fand er bei diesem eine lebenslange Stellung. Dazu kam eine Ehefrau, die Münchenerin Regina Wäckinger, mit der ihn Liebe sowie acht Kinder herzlich verbanden. Der Komponist wurde zum bestbezahlten Hofmusikus seiner Zeit.
Daneben baute er eine der bedeutendsten Musikkapellen Europas auf, war für die Gestaltung zahlreicher musikalischer Veranstaltungen und den Unterricht von Chorknaben zuständig. Auf verschiedenen Reisen mit seinem Dienstherren warb Orlando neue Musiker für seine Kapelle ein. 1570 von Kaiser Maximilian II. geadelt und 1574 von Papst Gregor XIII. als erster Musiker zum Ritter des Goldenen Sporns erhoben, bediente sich Orlando dabei freilich weniger gewaltsamer Methoden.
Mit 59 Jahren erlitt Orlando di Lasso einen Zusammenbruch und wurde zunehmend melancholisch und depressiv. 1592 musste er miterleben, wie aus Spargründen die Hofkapelle auf 17 Musiker verkleinert wurde. Am 14. Juni 1594 starb Orlando di Lasso im Alter von 62 Jahren. Auf der Liste der zu entlassenden Musiker ist auch Orlando di Lasso aufgeführt mit dem Vermerk: „Ist bereits gestorben“.

Wie zu Lebzeiten erfreut sich der belgische Komponist auch heute höchster Anerkennung. Er gilt neben Palestrina als bedeutendster Komponist des ausgehenden 16. Jahrhunderts. Seine Werke werden als klassische Vorbilder des Kontrapunktes angesehen; er hat die französisch-niederländische Choralpolyphonie zu ihrem Höhepunkt geführt.

Werke:

Hor che la nuova e vaga primavera
Matona mia cara für vier Stimmen oder Instrumente
Tutto lo di für 8 Stimmen oder Instrumente in 2 Chören

Georg Philipp Telemann
* 14.03.1681 in Magdeburg
† 25.06.1767 in Hamburg
Georg Philipp Telemann war ein deutscher Komponist des Barocks. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mit über 3600 verzeichneten Werken ist Telemann einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte.
Telemanns Erbe umfasst alle zu seiner Zeit verbreiteten Musikgattungen. Allerdings sind viele Kompositionen verschollen. Neben seinen Leistungen als Komponist hatte Telemann Einfluss auf die bürgerliche Haltung zur Musik. Telemann war der Begründer eines dynamischen Hamburger Konzertlebens, indem er regelmäßige öffentliche Aufführungen außerhalb jeglicher aristokratischer oder kirchlicher Rahmenbedingungen ermöglichte.

Telemann stammte aus einer gebildeten Magdeburger Familie. In den kleineren Privatschulen, die Telemann besuchte, erlernte er im Selbststudium unterschiedliche Instrumente wie Geige, Blockflöte oder Klavier zu spielen. Er zeigte beachtliches musikalisches Talent und begann bereits mit zehn Jahren, seine ersten Stücke zu komponieren, oft heimlich und auf ausgeliehenen Instrumenten.
Erste fundierte musikalische Erfahrungen verdankte er seinem Kantor Benedikt Christiani. Bereits nach wenigen Wochen Gesangsunterricht war der damals zehnjährige Telemann in der Lage, den lieber komponierenden als unterrichtenden Kantor in den Oberklassen zu vertreten. Abgesehen von einer zweiwöchigen Unterweisung im Klavierspiel erhielt er keinen weiteren Musikunterricht.

1701 beendete Telemann seine Schulausbildung und schrieb sich an der Universität Leipzig ein. Unter dem Druck seiner Mutter nahm er sich vor, wie vorgesehen Jura zu studieren und sich nicht mehr mit der Musik zu beschäftigen. Doch nur ein Jahr nach dem Eintritt in die Universität gründete er für die musikalischen Studenten ein 40-köpfiges Amateurorchester (Collgeium musicum), das auch Aufführungen hab, leitete Opernaufführungen und stieg bald zum Musikdirektor der damaligen Universitätskirche auf.
Nach kurzzeitigen Anstellungen an den Höfen von Sorau und Eisenach wurde Telemann 1712 in Frankfurt zum städtischen Musikdirektor und zum Kapellmeister zweier Kirchen ernannt.
Ab 1721 besetzte er als Cantor Johannei und Direktor Musices der Stadt Hamburg zwei der wichtigsten und einflussreichsten musikalischen Ämter Deutschlands, wenig später übernahm er auch die Leitung der Oper. Auch hier stand er weiterhin mit auswärtigen Höfen in Verbindung und veranstaltete für die städtische Oberschicht regelmäßige öffentliche Konzerte.

Durch einen achtmonatigen Aufenthalt in Paris 1737/38 erlangte Telemann endgültig internationalen Ruhm. Er bewies Flexibilität, indem er sowohl nach wechselnden Moden seiner Zeit als auch nach der Musik verschiedener Nationen komponierte. In seiner Hauptschaffensphase wandte er sich dem empfindsamen Stil zu, der eine Brücke zur Wiener Klassik schlug; oft vereinigte er diesen Stil mit kontrapunktischen Elementen.
Im Zentrum von Telemanns Schaffensprinzip steht ein gesanglich fundiertes Melodieideal. Er selbst betonte mehrmals die grundlegende Wichtigkeit dieses Kompositionselements; auch Mattheson charakterisierte Telemann zu Lebzeiten als einen Komponisten schöner Melodien.
In der Harmonik drang Telemann in für damalige Zeiten ungewohnte Klangbereiche vor. Er machte absichtsvollen Gebrauch der Chromatik und Enharmonik und verwendete oft ungewöhnliche Intervalle sowie alterierte Akkorde.

Sein letztes Werk, eine Markus-Passion, komponierte Telemann in seinem Todesjahr 1767. Am 25. Juni, im Alter von 86 Jahren, starb Telemann an den Folgen einer Lungenentzündung.
Über Telemanns Leben und sein musikalisches Werk sind mehr Details überliefert als über viele seiner zeitgenössischen Kollegen. Neben etwa 100 Briefen sind auch Gedichte, Vorworte und diverse Artikel des Komponisten überliefert. Die wichtigsten Textquellen aber sind seine drei Autobiografien.

Telemann übte einen großen Einfluss auf die Musikwelt aus und unterhielt unter anderem eine rege Freundschaft mit Georg Friedrich Händel. Diese drückte sich nicht nur darin aus, dass Telemann mehrere von Händels Bühnenwerken – teilweise mit eigenen Einlagen – in Hamburg aufführte, sondern auch darin, dass Händel in späteren Jahren oftmals Themen von Telemann in seinen eigenen Kompositionen verwendete. Johann Sebastian Bach fertigte Abschriften mehrerer Kantaten Telemanns an. Das von Leopold Mozart für Wolfgang Amadeus Mozart angelegte Notenbuch enthält elf Menuette sowie eine Klavier-Fantasie von Telemann.
(Quelle: http://www.merseburger.de/index.php?id=9264&MVS=n5qfig872apv3188tujni9rfv2)

Werke:

Concerto polonois (Part.)
Don Quichotte Suite (Part.)
Sonate a-Moll für Melodieinstrument (Oboe, Sopranblockflöte, Violine, Querflöte) und B. c.
Triosonate C-Dur für Altblockflöte, obligates Cembalo und Bc.


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