A A A
KomponistInnen A-Z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Tielmann Susato

Tielman Susato war ein Komponist und Musiker der Renaissance und Betreiber eines Musikverlages in Antwerpen. Ob er flämischer oder deutscher Herkunft war, ist nicht klar, da er zwar in Antwerpen Musikalien herausgab, sein Name Susato aber auf die Stadt Soest in Westfalen hindeutet. Sein Vater war möglicherweise Tielman der blynde, der 1508 in Köln urkundlich erwähnt wird.

Über die Jugend und das frühe Mannesalter Susatos weiß man wenig. Sein Geburtsjahr kann auf das 2. Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts datiert werden, da er 1565 in einer Urkunde auf „out omtrent L jaeren“ („etwa fünfzig Jahre alt“) geschätzt wird.

In den Archiven von Antwerpen wird er 1530 als Kalligraph, Trompeter und Flötist erwähnt. Von 1543 bis zu seinem Tod arbeitete er als Musikverleger. Dabei entstand der erste niederländische Musikverlag. Diese waren bis dahin meist nur in Deutschland, Italien oder Frankreich zu finden. Kurz darauf gründeten auch Pierre Phalèse, Jan Bellerus, Christoffel Plantin und Jan de Laet Musikverlage in Antwerpen. So etablierte sich die Niederlande in Europa als Land der Musikdruckkunst.
Susato eröffnete wahrscheinlich ebenfalls einen Handel für Musikinstrumente. Außerdem versuchte er, Partnerschaften mit anderen Verlagen zu schließen, allerdings ohne Erfolg. 1561 übertrug Susato den Antwerpener Verlag auf seinen Sohn Jacob Susato, der allerdings bereits 1564 starb.

Tielman Susato übersiedelte zunächst nach Alkmaar, wo er sich möglicherweise wegen seiner calvinistischen Einstellung größere Toleranz erhoffte. 1564 erstellte er ein gemeinsames Testament mit seiner Ehefrau Elisabeth Peltz, die noch im gleichen Jahr starb.
Von 1565 an wurde er von seinem Schwiegersohn Arnold Rosenberger in diplomatische Missionen einbezogen und gelangte auf diesem Weg nach Schweden. 1570 ist er letztmals als deutscher Schreiber in Stockholm nachweisbar, danach verliert sich seine Spur.

Susato schrieb mehrere Messen und Motetten im damals üblichen polyphonen Stil und zwei- oder dreistimmige Vokalmusik für junge, wenig erfahrene Sänger. Seine vielleicht wichtigste Publikation waren die Souterliedekens von Clemens non Papa, Psalmenkompositionen, die die einzige Art von Musik darstellten, welche in der Calvinistischen Kirche akzeptiert waren. Sie waren in den Niederlanden im 16. Jahrhundert sehr beliebt. Im Unterschied zu den meisten Kompositionen der Zeit waren sie als Hausmusik gedacht.
Weiterhin schrieb er 1551 das Werk Het derde musyck boexken … alderhande danserye mit Instrumentalmusik, die auch heute noch oft aufgeführt wird. Diese war meist simpel und homophon gehalten und griff die damalige Volksmusik auf.

Neben eigenen Kompositionen veröffentlichte er auch Werke von anderen Komponisten, darunter von Benedictus Appenzeller, Josquin Baston, Antoine Barbe, Jacobus Clemens non Papa, Gheerkin de Hondt, Lupus Hellinck, Nicolas Liegeois, Carolus Souliaert, Johannes Ghiselin und Joris Vinders.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tielman_Susato)

Werke:

24 Tänze für Blockflötenquartett

Copyright © 2018
by PAN Verlag GmbH
Niederlassung Deutschland
Naumburger Straße 40
34127 Kassel/Germany

Tel. +49 (0)561 - 500 493 60
Fax +49 (0)561 - 500 493 20
e-Mail: info@pan-verlag.com

ADMINPANEL
Benutzername   
Passwort